Archiv für Januar 2013

Zu einem besonderen Vortrags-Highlight kamen am vergangenen Dienstag mehrere hundert Gäste in die Christian-Albrechts Universität zu Kiel. Der durch zahlreiche Fernsehsendungen bekannte Astrophysiker und Philosoph Prof. Harald Lesch hielt im Astrophysikalischen Institut einen Vortrag mit dem Thema: Wir irren uns empor – oder warum ist die Physik so erfolgreich?

Auch einige Astronomen der vhs-Sternwarte lauschten diesem absolut technikfreien Vortrag. Lesch schaffte es einmal mehr, die komplexen Vorgänge bei der Entwicklung des Universums nur mit der Kraft seiner Stimme und seiner faszinierend-intelligenten Vortragsweise verständlich zu machen.

Prof. Duschl und Prof. Lesch an der CAU in Kiel

Mit viel Humor erklärte Lesch dem Publikum aber auch die kuriosen Seiten unseres Universums. So liegt beispielsweise die Ruhemasse des Higgs-Teilchens, auch Gottesteilchen genannt, bei 126 GeV. Nach Douglas Adams entspräche dies übrigens 3 x 42!

Der Vortrag befasste sich zwangsläufig aber auch mit unvorstellbar großen Zahlen, die beim Thema Universum nun mal unvermeidbar sind. Laut Lesch verliert die Astronomie aber zunehmend ihr Monopol auf astronomische Zahlen. Die Konkurrenz durch die Finanzkrise sei einfach zu groß. Hierbei machte er noch einmal auf ein astronomisches Grundgesetz aufmerksam: Der Astronom ist schon froh, wenn die Größenordnung ungefähr stimmt. Daher gilt: 10 = 1 (ungefähr).

Wir danken der CAU und Harald Lesch für diesen wunderbaren Abend.

 

Am vergangenen Freitag (25.01.2013) gab der Himmel endlich wieder den Blick auf ein paar Sterne frei. Der helle Vollmond ließ jedoch nur Beobachtungen des selbigen oder des Planeten Jupiter zu.

Spontan kamen auch 6 Besucher in die Sternwarte am Hahnknüll um auch einmal einen Blick durch das große Teleskop zu riskieren. Unter den Besuchern war auch der 12jährige Martin Linke. Er hielt kurzerhand sein Smartphone hinter das Okular und machte einen Schnappschuss vom Vollmond.

Gut gemacht Martin 😉

 

M 19. Januar war das Wetter zunächst gut gewesen bis gen Abend langsam Dunst die Sicht auf Mond und Sterne erschwerte. Trotzdem gelangen Markus Bruhn einige faszinierende Aufnahmen unseres nächsten Nachbarn im Weltall.

Er benutzte dafür in seiner Beobachtungsstation das alte Hauptinstrument der vhs-Sternwarte, den 10“ Newton mit f/6,3. Bei den Ergebnissen handelt es sich um Summenbilder aus Videoaufnahmen mit einer DKM-Astrokamera. So bestehen die Bilder aus bis zu 1000 Einzelaufnahmen, deren schärfste Elemente vom PC ausgelesen und zu einem Bild verarbeitet werden. Die Technologie ermöglicht es Astrofotografen die durch die Luft produzierte Unschärfe zu minimieren.

Obwohl das Wetter also eigentlich für scharfe Mondbilder unpassend war hat Markus bei uns wunderbares Bildmaterial abliefern können. Wir sagen Danke.

Noch mehr in unserer Galerie „Neueste Bilder“:

In den letzten Wochen hielt sich das Wetter leider sehr bedeckt. Am 13. Januar gab es für manche in Schleswig-Holstein jedoch einen kurzen Blick auf unseren Nachbarn, den Mond.

Dieser zeigte eine nicht nur eine schmale Mondsichel sondern auch sog. Erdlicht. Dabei wird die Nachtseite des Mondes von der Erde beleuchtet. Die Erde reflektiert dabei natürlich auch nur das Licht welches sie von der Sonne erhält.

So ist es möglich nicht nur die Mondsichel sondern auch den ganzen Mond zu erkennen. Im Teleskop, wie auf diesem Bild, sind dann sogar Oberflächendetails wie Mondmeere und Krater erkennbar.

Die dunkle Seite des Mondes wird in den nächsten Tagen aber immer schwieriger zu erkennen sein, der der Mond nun langsam zunimmt und immer heller wird. . Am 19. Januar ist dann wieder Halbmond.

ML

Außergewöhnlich viel schlechtes Wetter verhindert bei uns derzeit astronomische Beobachtungen.

Sogar unser Sonnenteleskop hat seit ca. 2 Monaten keine Sonne gesehen.

Am 1.1. gelang nun aber Markus Bruhn zwischen den Wolken mit unserem alten 10“ Newton ein brauchbares Bild vom Jupiter.

Danke Markus 😉

Jupiter
Derzeit hält sich Jupiter im „goldenen Tor der Ekliptik“ auf.

Dieses „goldene Tor“ wird im Sternbild Stier durch die offenen Sternhaufen Plejaden und Hyaden gebildet.

Tor der Ekliptik wird es deshalb genannt weil die Bahnen der Sonne und aller Planeten durch diese beiden Sternenhaufen wie durch ein Tor führen.

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