Archiv für Juni 2013

Dais auf 357 000 Km kam der Vollmond am vergangenen Sonntag (23.06.2013) an die Erde heran und leuchtete dadurch heller und größer als sonst üblich. Im Vergleich zum kleinstmöglichen Mond erschien er sogar bis zu 14 % größer.

Vollmonde im Vergleich

In weiten Teilen Deutschlands war eine Beobachtung jedoch schwierig. Oftmals verhinderten Wolken den direkten Blick zu unserem Erdtrabanten. In Neumünster befreite sich der Mond jedoch kurz vor 22:00 Uhr von der Wolkendecke. Dabei gelangen an der Sternwarte einige Aufnahmen des aufgehenden Mondes mit dem Neumünsteraner Funkturm.

Der Supervollmond mit dem Neumünsteraner Funkturm

Am Sonntag, den 23.06. wartet der Mond mit gleich 3 Ereignissen auf:

Zum einen ist Vollmond, was aber nichts besonderes ist.

Dazu ist er mit 6,2 Grad in größter südlicher Libration. Das bedeutet, dass wir etwas mehr von der nördlichen Halbkugel sehen.

Das besondere ist dann aber, dass er sich im Perigäum befindet, also mit ca. 356.500 Kilometern die geringste Entfernung von der Erde hat und uns deshalb besonders groß erscheinen wird.

Beim letztmaligem größten Vollmond gelang Marco Ludwig dieses Bild:

Der Mond kreist in einer leichten Ellipse um die Erde. Die Minimal- und Maximalentfernungen werden Perigäum (Erdnähe, 356.500 km) und Apogäum (Erdferne, 406.700 km) genannt.

Als Libration bezeichnet man den Effekt, dass der Mond zum einen etwas um die Hochachse als auch um die Längsachse pendelt. Dadurch ist von der Mondoberfläche mehr als 50%, nämlich 59%, für uns sichtbar.

Mit einem langbrennweitigen Teleobjektiv lässt sich der Mondaufgang hervorragend fotografieren. Auch Gebäude in der Sichtlinie erscheinen dabei stark vergrößert, wie bei diesem Bild der Vicelinkirche Neumünster

Ein seltenes Himmelsschauspiel bietet sich dieser Tage Nachtschwärmern beim Blick zum nördlichen Sternenhimmel. Nachtleuchtende Wolken sind meist in der Zeit um die Sommersonnenwende zu beobachten.

Blick über Neumünster mit Nachtleuchtenden Wolken

Während normale Wolken nur bis in Höhen von ca. 8-12 Kilometern steigen, befinden sich Nachtleuchtende Wolken in Höhen von rund 83 Kilometern, in der Mesopause. Wenn sich solche Wolken über Skandinavien bilden, werden sie auch nachts noch von der Sonne angeleuchtet und können sogar in Norddeutschland gut beobachtet werden.

Die Ursache für dieses Wolkenphänomen ist übrigens noch weitgehend ungeklärt. Erstmals beobachtet wurden sie 2 Jahre nach dem Ausbruch des Vulkans Krakatau im Jahr 1885. Allerdings wurden die Nachtleuchtenden Wolken seither dauerhaft gesichtet, weshalb man inzwischen auch den Meteoritenbeschuss aus dem Weltall für ihre Bildung verantwortlich macht. Meteore verglühen meist in Höhen zwischen 100 und 80 km über der Erdoberfläche. Der dabei zurückgelassene Staub könnte als Kristallisationskern für die Wolkenbildung in so großer Höhe dienen.

Nachtleuchtende Wolken am 9.6.2013 bei Wankendorf – Fotograf: Markus Bruhn

Am besten lassen sich Nachtleuchtende Wolken in der späten Dämmerung nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang beobachten. Sichtungen werden noch bis Ende Juli erwartet – sofern das Wetter in den unteren Atmosphärenschichten auch mitspielt und den Blick Richtung Norden freigibt.

Nachtleuchtende Wolken und die Autobahn 7 bei Neumünster

Mehr über Nachtleuchtende Wolken auf Astronomie-Nord

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