Artikel-Schlagworte: „Rosetta“

Gestern gegen 22:30 öffnete sich das nächste Zeitfenster zur Datenübertragung mit Philae. Doch erst gegen 23:15 kam ein Kontakt zustande, der zwar kurz wieder abbrach aber dann stabil blieb.
Die empfangenen Daten zeigen, dass der Bohrer einen vollen Durchgang gemacht hat, also das Experiment auch funktionierte.

bohrer

Damit funktioniert nur ein Experiment nicht, weil sich die Kappe vom Instrument nicht lösen ließ.
Die Forscher sendeten dann eine Sequenz, nach der Philae sich um ca. 35Grad drehen sollte. So will man die Solarzellen besser in die Sonne drehen, um mehr Strom zu bekommen. Die Operation wurde durchgeführt und die Erfolgsmeldung kam noch im Zeitfenster zurück.
Mehr und mehr näherte sich die Batteriekapazität dem Ende zu.

power

Zuletzt wurde alles nicht benötigte gedrosselt, um genügend Strom für die Datenübertragung zu haben. So konnte der komplette Datenstrom noch zu Rosetta und dann zur Erde übertragen werden.

Somit wurden nach 57 Stunden auf dem Kometen die wichtigsten Experimente erfolgreich abgeschlossen und die Daten zur Erde gesendet.

Gegen 1:35 brach dann der Kontakt ab. Philae hatte keinen Strom mehr und ging in einen Schlafmodus. Die Forscher hoffen jetzt, dass die Batterien sich nach und nach wieder aufladen und so ein erneuter Kontakt möglich wird. Die Voraussetzungen dafür sind günstig, weil „Tschuri“ bis August 2015 der Sonne immer näher kommt und somit die Sonneneinstrahlung zunimmt.

Rosetta bleibt derweil in der Nähe des Kometen. Die Sonde wird den Ritt um die Sonne begleiten und so lange wie möglich Daten zur Erde senden. Vielleicht ist dann ja etwas von Philae dabei.

Und noch eine interessante Nachricht: Es gibt eine Vermutung wo Philae jetzt sein könnte: Nach Auswertung aller Daten könnte dies der Ort sein wo Philae jetzt schläft

moeglicher_landeplatz

Quelle aller Bilder: ESA

ES IST SOWEIT !!!!!

Gegen 10:03 CET trennt sich Philae von Rosetta und beginnt seinen Abstieg auf den Kometen 67P/ Churyumov-Gerasimenko (67P/C-G) um dann gegen 17:02 einen neuen Meilenstein in der Raumfahrt zu setzen:

Eine gesteuerte Landung auf einem Kometen !

Philae_separation

Viele Ressourcen im Netz zeigen Livestreams, Interwiews und andere Informationen oder Sendungen über dieses Projekt.

Hier ein Link zum Livestream der ESA.
Auch einen genauer Zeitplan der Landung findet sich bei der ESA (auch als PDF)

In der Mission der europäischen Raumsonde Rosetta zum Kometen 67P/ Churyumov-Gerasimenko (67P/C-G) steht das letzte überaus kritische Manöver bevor: Am 12. November soll sich die Landeeinheit Philae vom Raumschiff Rosetta lösen und sanft auf dem Kometen landen. Wenn es klappt, wäre es die erste weiche Landung auf einem Kometen in der Geschichte der Raumfahrt. Deutschland ist maßgeblich an der Entwicklung der Sonden und der Kontrolle der Landung beteiligt. Im Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt steigt die Spannung.

Rosetta mit Philae,      Quelle:ESA

Rosetta hat schon eine lange Reise hinter sich. Im März 2004 auf einer Ariane 5 vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou gestartet, hat sie inzwischen 5 mal die Sonne umrundet und sich dabei noch 3 mal der Erde und ein mal dem Mars genähert, um im Schwerefeld der Planeten jedes Mal noch mehr Schwung aufzunehmen. Unterwegs hat sie im Vorbeiflug schon die Asteroiden Steins und Lutetia fotografiert. Während eines großen Teils der langen Reise waren die meisten wissenschaftlichen Instrumente der Sonde aber abgeschaltet. Am 20. Januar 2014, noch 9 Millionen Kilometer vom Ziel entfernt, wurden sie aus ihrem „Winterschlaf“ geweckt, und zur großen Erleichterung der Wissenschaftler konnten alle Geräte melden: „Wir sind bereit.“ Am 5. Mai begann der Landeanflug auf den Kometen: Es wurden noch 10 Kurskorrekturen durchgeführt und die Geschwindigkeitsdifferenz der Sonde zum Kometen von 775 m/s auf 1 m/s herab gefahren. Am 6. August, nach mehr als zehnjähriger Reise und 6,4 Milliarden zurückgelegten Kilometern, hat sie ihr Ziel präzise erreicht und ist in eine Umlaufbahn um den Kometen eingeschwenkt. Im Kontrollzentrum knallten die Sektkorken.

Lesen Sie hier weiter : Die Rosetta-Mission

…ist es Zeit aufzustehen.

Rosetta im Anflug – Foto: ESA

am 19.01.2014 pünktlich um 11:00 klingelte der Wecker. In ca. 673 Millionen Kilometer Entfernung zur Sonne!

Doch wer sollte dort geweckt werden ?

Rosetta war das Ziel.
Die Sonde war vor 10 Jahren gestartet und ist auf dem Weg zum Kometen 67P/Churyumov–Gerasimenko.
Dort soll sie in eine Umlaufbahn schwenken und den Kometen fleißig untersuchen und kartieren.

67P/Churyumov–Gerasimenko gehört zur Jupiter-Familie, in der sich Kometen tummeln, die in Ihrer Bahn so stark von Jupiter verändert wurden, dass sie ihren Weg in den Außenbereich des Sonnensystems nicht mehr wiederfinden.
Dieser Komet bleibt z.B. immer zwischen 1,2 und 5,7 Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt und erreicht in seinem sonnennächsten Punkt fast die Erdbahn

Auf diesem Video ist der Prozess des Aufweckens von Rosetta anschaulich dargestellt:

Rosetta wird gesteuert von der ESA, die in ihrem Kontrollzentrum in Darmstadt die Phase genauestens überwachte und ca. 45 Minuten nach dem Weckerklingeln die Rückmeldung von Rosetta bekam: Ich bin wach !

Mehr zu diesem Thema auf dem Blog der Lübecker Astronomin Carolin Liefke, die im ESA-Zentrum Heidelberg forscht

http://www.scilogs.de/astronomers-do-it-at-night/aufwachen-rosetta/

 

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