Im Weltall gibt es so einige ungewöhnliche Objekte zu beobachten. So findet man im Sternbild Orion am linken Gürtelstern des Himmelsjägers gleich mehrere Gasnebel, die gemeinsam ein besonders eindrucksvolles Bild abgeben.

Rechts neben ζ Ori der rote IC 434 und der Pferdekopfnebel; unterhalb des Sterns der Flammenenebel – Foto: vhs-Sternwarte Neumünster

Diese Region konnte nun während einer außergewöhnlich klaren Nacht auch an der Sternwarte Neumünster fotografiert werden. Nur speziell modifizierte Kameras sind in der Lage die Farbenpracht dieser ca. 1500 Lichtjahre entfernten Region einzufangen. Und passend zur Pferdestadt Neumünster wird dieses Objekt sogar Pferdekopfnebel genannt. Die Bilder zeigen wohl deutlich warum.

Der Pferdekopfnebel aufgenommen im DINO – Fotograf: Andreas Rex

Worum es sich bei diesen Nebeln handelt hat Dr. Erik Wischnewski in seinem Fachbuch „Astronomie in Theorie und Praxis“ auf den Seiten 710 bis 711 beschrieben:

Pferdekopfnebel:

Knapp unterhalb des linken Gürtelsterns im Orion ist der Pferdekopfnebel anzutreffen. Bei ihm schiebt sich eine massive Staubwolke vor einen Emissionsnebel (IC 434) und schneidet wie ein Schattenbild den Kopf eines Pferdes aus. Der hellste Stern des Bildes ist ζ Ori. Rechts daneben befindet sich der Pferdekopfnebel.

Da der 10’ × 60’ große IC 434 dominant in Hα leuchtet, benötigt man trotz der Gesamthelligkeit von 1.9 mag längere Belichtungszeiten und eine modifizierte DSLR- oder Astro-CCD-Kamera.

Flammennebel

Woher der NGC 2024 den Namen Flammennebel hat, ist wohl beim Betrachten des Bildes ziemlich einleuchtend.

Für den 30’ großen und 2.0 mag hellen Flammennebel gilt dasselbe wie für IC 434. Es bedarf wie bei allen wasserstoffreichen Nebeln einer Kamera ohne IR-Sperrfilter. Der Sensor muss möglichst viel vom roten Hα-Licht empfangen können.