Der Förderverein Sternwarte Neumünster ist nun ein e.V.

Den Förderverein Sternwarte Neumünster gibt es schon seit 8 Jahren. Nun wurde er auch offiziell ins Vereinsregister eingetragen. Aber was macht dieser Verein eigentlich?

In den Augen vieler Neumünsteraner ist die vhs-Sternwarte selbst ein Verein. Tatsächlich gehört sie aber, wie der Name schon verrät, zur Volkshochschule Neumünster. Die vhs ist für die Verwaltung und den Betrieb der größten Sternwarte in Schleswig-Holstein verantwortlich. Betreut wird die Sternwarte aber ehrenamtlich durch die Mitglieder des vhs-Kurses „Sternkieker – Astronomie-AG“.

Problematisch ist jedoch seit jeher die Finanzierung der vhs-Sternwarte, da sie keine öffentlichen Gelder erhält. Aus diesem Grund verfiel das Observatorium auf dem Gelände der DRK-Fachklinik Hahnknüll mit den Jahren immer mehr. Im Jahre 2008 wäre die Einrichtung beinahe geschlossen worden, wenn sich die „Sternkieker“ und die Volkshochschule nicht auf ein neues Betriebskonzept geeinigt hätten. Den Neumünsteraner Astronomen war es nun erlaubt, einen gemeinnützigen Verein zu gründen, der den enormen Investitionsstau an der vhs-Sternwarte langfristig beheben könnte.

Tatsächlich war es dem Förderverein mithilfe vieler engagierter Firmen und einiger großzügiger Spenden möglich, bisher rund 20 000 Euro in die Modernisierung der Technik und der Räumlichkeiten zu investieren. In den vergangenen Jahren entwickelte sich die vhs-Sternwarte von einer abbruchreifen Beobachtungsstation hin zu einer überregional bekannten Besucherattraktion.

Die Modernisierungspläne sind aber noch längst nicht abgeschlossen. Für die Sternkieker gibt es bis zum 50. Sternwartenjubiläum im November 2021 noch viel zu tun. Unter anderem sollen eine  neue Fernrohrwerkstatt und ein zweiter Seminarraum entstehen.

Mit der Eintragung in das Vereinsregister hoffen die Neumünsteraner Astronomen auf bessere Möglichkeiten, an öffentliche Fördermittel zu gelangen. Mit rund 40 Vereinsmitgliedern ist die Zukunft der vhs-Sternwarte zwar gesichert, aber die Verwirklichung der angestrebten Ausbaupläne schwierig.

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