Leben auf dem Mond                                   1. April 2017

 

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       Vor vielen, vielen Jahren
       gab’s mal ein tolles Wunder:
       Da schwamm ’ne olle Flunder
       im Mondmeer der Gefahren.
       Versteinert und ganz trocken
       inmitten Lavabrocken
       könnt ihr sie heut‘ noch sehen.
                         –
       Ist das nicht reichlich sonderbar?
       Wie dort mal Leben möglich war
       kann man noch nicht verstehen.
                         –

Früher hat man die großen, dunkleren Flächen auf dem Mond für Meere gehalten und sie auch so benannt. Eines davon ist das „Meer der Gefahren“. In Wirklichkeit handelt es sich hier um Stellen, an denen in der Frühzeit des Mondes große Asteroiden eingeschlagen sind, wobei Magma aus dem Inneren des Mondes hochgequollen ist und sich großflächig ausgebreitet hat. Zwei kleine, später entstandene Krater, die wie Augen aussehen, und der Umriß des Meeres der Gefahren erinnern an eine Flunder. In den Jahren 1969 bis 1976 sind drei Sonden des sowjetischen Luna-Programms im Meer der Gefahren gelandet. Sie fanden das „Meer“ trocken vor, was zu der Zeit natürlich keinen Wissenschaftler mehr überrascht hat. Die letzte Sonde, Luna 24, ist mit 170g Mondgestein zur Erde zurückgekehrt. Nachdem sich die DNA-Analyse als Standardmethode etabliert hat, wurden die Steine erneut untersucht. Wie die Prawda in ihrer Ausgabe vom 1. April berichtet, wurden dabei tatsächlich DNA-Spuren entdeckt, die zu 97% mit der DNA von Plattfischen übereinstimmen.

Nachtrag vom 3.4.17: Die Entdeckung von Fisch-DNA im Mondgestein konnte weder von der Internationalen Astronomischen Union noch von den Sternkiekern Neumünster anerkannt werden. Besonders im Hinblick auf das Datum der Veröffentlichung gab es Zweifel an der Echtheit der Ergebnisse.