Das SHT bei Nacht

Das SHT bei Nacht

Klarer Himmel ist rar, und so geschieht es immer wieder, dass Sternenfreunde sich auf engem Raum zusammenrotten und gemeinsam die Pracht des Sternenhimmels bewundern. So eine Rudelbildung nennt man Teleskoptreffen.

Auch in Schleswig-Holstein gab es schon viele solcher Treffen. Besonders beliebt war das Aschberg-Frühjahrsteleskoptreffen (AFT) auf dem Aschberg bei Eckernförde. Nachdem die Durchführung des AFT wegen  umfangreicher Baumaßnahmen unterbrochen werden mußte, fand es in 2015 wieder auf dem Gelände statt und erfreut sich wachsender Beliebtheit.

In der Zeit ohne AFT organisierten die Neumünsteraner Sternenfreunde ein neues Schleswig-Holsteiner Teleskoptreffen (SHT), das zuerst zum früheren AFT-Termin im Frühjahr stattfand. Als dann 2015 das Treffen auf dem Aschberg wieder einen Neuanfang erlebte, wurde das SHT in den Herbst verschoben, um dem AFT keine Konkurrenz zu sein, und etablierte sich mit diesem Termin.

So kommt es auch dieses Jahr zu einer Neuauflage des Schleswig-Holsteiner Teleskoptreffens am Hof Viehbrook bei Rendswühren, das vom 7. – 9. September 2018 zum 6. Mal stattfindet.

Dort steht an einem Wochenende eine große Wiese zum Campieren und Beobachten bereit. Sanitäre Anlagen gibt es im benachbarten Hof Viehbrook, wo man auch noch sehr gut speisen kann. Das Licht auf dem Gelände des Hofes wird natürlich während des SHT reduziert, so dass die Astronomen ungestört den Sternenhimmel betrachten können.

 

Die Milchstraße über dem SHT 2016 - Foto: Carsten Jonas

Die Milchstraße über dem SHT 2016 – Foto: Carsten Jonas

Organisatorische Hinweise:

Wie bei Teleskoptreffen üblich, sind Teilnehmer selbst für ihren Schlafplatz (Zelt, Wohnmobil) und für ihre Verpflegung verantwortlich. Im nahegelegenen Hof Viehbrook befindet sich eine Gastwirtschaft, die in Anspruch genommen werden kann.

Für die Bereitstellung der Wiese und der sanitären Anlagen wird ein kleiner Teilnahmebeitrag erwartet. Die Teilnahme ist ein Privatvergnügen, weshalb die Veranstalter keine Haftung übernehmen; jeder ist also für sein Equipment selbst verantwortlich.

Hof Viehbrook

Viehbrooker Weg 6
24619 Rendswühren

54° 4′ 59″ N , 10° 8′ 0″ O

SQM-L: 21,30 (gemessen am 26.04.2014)

Noch Fragen zum SHT? Einfach eine E-Mail an: SHT@Sternwarte-nms.de

Bilder vom SHT 2016:

Bilder vom SHT 2014:

Bilder vom SHT 2013:

 

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Nach der „SuperMoFi“ erwartet Nachtschwärmer im August wieder ein außergewöhnliches Himmelsschauspiel. Ein Sternschnuppenschauer besucht die Erde.

Der August ist seit jeher als der Monat der Sternschnuppen bekannt, und in den nächsten Tagen wird es davon besonders viele zu sehen geben. In der Zeit vom 9. – 13. August regnet der Meteorstrom der Perseiden besonders stark auf die Erde nieder und beschert dem Beobachter eine Menge Möglichkeiten, sich etwas zu wünschen.

Laut Aberglauben hat man nämlich bei Sichtung einer Sternschnuppe einen Wunsch frei. Allerdings nur sofern kein anderer diese gesehen hat, und auch nur, wenn man niemandem seinen Wunsch verrät.

Eine Perseidensternschnuppe über dem Einfelder See - Foto: Marco Ludwig

Eine Perseidensternschnuppe über dem Einfelder See – Foto: Marco Ludwig

Rein wissenschaftlich betrachtet durchläuft die Erde in dieser Zeit einen alten Kometenschweif und trifft dort auf unzählige Staubpartikel, die der Komet abgesondert hat. Im Falle der Perseiden, die im Volksmund auch „Tränen des Laurentius“ genannt werden, sind diese sandkorngroßen Staubteilchen relativ zur Erde bis zu 60 km pro Sekunde schnell (über 200 000 km/h). Wenn sie dann in ca. 100 km Höhe auf die Erdatmosphäre treffen, verglühen sie innerhalb von Sekundenbruchteilen. Beobachter sehen dann eine helle Leuchtspur am Himmel.

 

Insgesamt sind die Perseiden sogar von Mitte Juli bis Ende August sichtbar. Das Maximum erwartet der Schleswig-Holsteinische Astrophysiker Dr. Erik Wischnewski für die Nacht vom 12. auf den 13. August. Zwischen 22 und 4 Uhr können dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar sein.

Eine Perseidensternschnuppe neben der Kuppel der vhs-Sternwarte Neumünster. Foto: Marco Ludwig

Die Beobachtungsbedingungen in den Städten sind jedoch nicht ideal. Auch in klaren Sommernächten stört die Beleuchtung der Straßen und Gebäude enorm. Bessere Bedingungen für die große Wunschoffensive gibt es auf dem Lande bei erheblich dunklerem Himmel. Die Astronomen der vhs-Sternwarte Neumünster empfehlen als Beobachtungsstandort z.B. den Einfelder See.

Die meisten Sternschnuppen tauchen in nordöstlicher Richtung auf. Die Meteore scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, weshalb sie Perseiden genannt werden.

Der alte Komet Swift-Tuttle, dessen Schweif für die zahlreichen Meteore verantwortlich ist, wird dabei jedoch nicht zu sehen sein. Trotzdem besteht die Möglichkeit, auch ein paar sehr helle Sternschnuppen, sogenannte Feuerkugeln, zu sehen. Dabei handelt es sich um Gesteinsbrocken, die mehrere Zentimeter groß werden können und besonders hell aufleuchten. Gefährlich  soll es jedoch nicht werden. Die kleinen Perseiden verglühen in der Regel restlos und geben dabei einfach nur ein schönes Himmelsschauspiel ab.

Die vhs-Sternwarte ist für die Beobachtung von Sternschnuppen leider ungeeignet, da man durch den Kuppelspalt nur einen sehr kleinen teil des Himmels beobachten kann. Eine öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Sternschnuppennächte können wir daher leider nicht anbieten.

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Es war das astronomische Highlight dieses Jahres. Tausende von Menschen haben am Abend des 27. Juli bei fast tropischen Temperaturen die totale Mondfinsternis über Deutschland verfolgt. Allein 400 Besucher konnte die vhs-Sternwarte Neumünster zählen.

Dabei verlief der Start zur „MoFi“ alles andere als problemlos. Am Horizont war der Mond zunächst nicht zu erkennen. Hinter Wolken hatte er sich versteckt und zeigte sich erst kurz nach 22 Uhr der wartenden Menge. Bis dahin herrschte gespannte Volksfeststimmung auf dem Gelände der DRK-Fachklinik rund um die Sternwarte.

Dann jedoch zeigte sich der Blutmond, und kurz danach tauchte auch die Raumstation ISS mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst an Bord auf. Bis Mitternacht hielten zahlreiche Gäste durch, um auch einmal einen Blick durch das große Teleskop unter der Sternwartenkuppel werfen zu können. Das ehrenamtliche Team der Sternwarte hatte aber auch zusätzlich zahlreiche mobile Fernrohre auf einem benachbarten Feld aufgebaut. Dort versammelten sich zeitweise bis zu 200 MoFi-Fans und betrachteten gebannt das ungewöhnliche Himmelsschauspiel.

Eine Collage aus sieben Einzelbildern der totalen Mondfinsternis vom 27. Juli 2018. Foto: Marco Ludwig, Stefan Bruns, Markus Bruhn

Erste Bilder des Blutmondes stehen nun in unserer Galerie zur Verfügung:

 

Bildergalerie: Die totale Mondfinsternis am 27.07.2018 über Neumünster

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Im aktuellen Programmheft der VHS Neumünster gibt es leider einen Druckfehler. Der Kurs „Astronomie für Einsteiger“ (Kurs-Nr. 11201) dauert nicht nur einen, sondern sechs Abende, jeweils dienstags von 19.00 bis 20.30 Uhr. Wir bitten um Entschuldigung.

Nähere Angaben auf unserer Seite „Veranstaltungen / vhs-Kurse“

Anmeldungen nur bei der VHS.

 

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Ein kosmisches Schattenspiel erwartet uns am Abend des 27. Juli, denn der Mond durchläuft direkt nach Sonnenuntergang den Schatten der Erde und färbt sich für rund zwei Stunden blutrot. Es handelt sich dabei um die längste totale Mondfinsternis im 21. Jahrhundert. Blutmond wird so eine totale Mondfinsternis im Volksmund genannt. Die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts ist eine ideale Gelegenheit für Nachtschwärmer mal wieder einen Blick gen Himmel zu werfen.

Eine Bildmontage der drei wichtigsten Phasen einer Mondfinsternis. Im Zentrum die totale Phase. Rechts und links der Vollmond während der partiellen Verfinsterung. Man erkennt bei dieser Darstellung sogar die Größe des Erdschattens. Fotograf: Marco Ludwig

Was ist der „Blutmond“?

Von einem Blutmond spricht man immer dann, wenn der Vollmond komplett im Schatten der Erde verschwindet. Der Mond wird dann nicht mehr von der Sonne beleuchtet und bekommt nur ein wenig Licht, welches von der Erdatmosphäre auf die Mondoberfläche gestreut wird. Dieses Phänomen kennen wir vom Sonnenauf- bzw. untergang. Wenn das Sonnenlicht flach in die Atmosphäre einfällt werden die Blauanteile herausgefiltert und rötliches Licht bleibt über.

 

Mondfinsternis – ein seltenes Himmelsschauspiel?

Der Blutmond bei der totalen Mondfinsternis am 28. September 2015. Die Erdatmosphäre streut nur wenig rötliches Licht in den Schatten der Erde, was die kupferrote Färbung des Vollmondes hervorruft. Fotograf: Marco Ludwig

Mondfinsternisse sind immer wieder eindrucksvolle Naturschauspiele, die Millionen Beobachter in ihren Bann ziehen. Tatsächlich gibt es sie aber häufiger, als man denkt. Durchschnittlich kommt es alle halbe Jahre zu einem Kontakt mit dem Erdschatten. Meist wird der Mond aber nur teilweise verfinstert, was dann als partielle Mondfinsternis bezeichnet wird. Oftmals können wir den verfinsterten Mond überhaupt nicht sehen, da er noch nicht auf- bzw. schon wieder untergegangen ist, wenn die Finsternis stattfindet. Und dann gibt es ja auch noch die Möglichkeit des schlechten Wetters, welches den Blick auf den Sternenhimmel verhindert. Den letzten Blutmond konnte man über Deutschland im September 2015 beobachten.

 

Wie kann ich die Mondfinsternis am besten beobachten?

Für eine Beobachtung dieser Mondfinsternis ist aber nicht nur ein glückliches Händchen mit dem Wetter wichtig. Wenn der Mond gegen 21:19 Uhr über Schleswig-Holstein aufgeht ist er bereits teilweise verfinstert. Man benötigt also einen freien Blick zum Horizont, um den kaum noch beleuchteten Erdbegleiter zu erkennen. Zudem geht die Sonne erst um 21:27 Uhr unter, was uns einen hellen Himmel und damit noch schwierigere Beobachtungsbedingungen beschert. Gegen 21:29 Uhr beginnt dann schon die totale Phase, bei welcher der Mond kein direktes Sonnenlicht mehr abbekommt und eigentlich nur noch blutrot zu sehen ist. Im Norden Deutschlands müssen wir jedoch noch warten bis die Abenddämmerung vorbei ist, um diese Phase optimal beobachten zu können.

Ein teilweise verfinsterter Mond geht am Horizont auf. Fotograf: Stefan Bruns

Gegen 22:21 Uhr befindet sich der Mond fast im Zentrum des Erdschattens. Auch die Abenddämmerung sollte zu der Zeit nicht mehr so sehr stören. Die Blutmondphase dauert nun noch bis 23:13 Uhr. Nach 103 Minuten im Kernschatten taucht der Mond wieder auf und wird von Minute zu Minute heller. Um 00:19 Uhr endet die partielle Verfinsterung und der Vollmond scheint wieder hell und rund. Der nächste Blutmond soll dann in den Morgenstunden des 21. Januar stattfinden – sofern der Himmel klar ist.

 

Gibt es noch mehr zu sehen?

Ungefähr eine Handbreit unterhalb des Mondes findet man am 27. Juli auch den Planeten Mars. Der Wüstenplanet steht momentan in Opposition zur Sonne, d.h. er steht der Sonne gegenüber und ist der Erde momentan besonders nah und deshalb auch sehr hell. Mit seiner orangeroten Färbung ist er mit bloßem Auge gut zu erkennen. Mit einem Fernrohr ist es sogar möglich Details auf der Marsoberfläche zu erkennen.

Der Wüstenplanet Mars im Fernrohr. Fotograf: Markus Bruhn

Außerdem gibt es um 22:34 Uhr auch noch die Möglichkeit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst zu winken. Die Internationale Raumstation zieht zu der Zeit über Deutschland und bewegt sich als lautloser und heller Leuchtpunkt von Westen in Richtung Süden.

 

Angebot der vhs-Sternwarte Neumünster:

Das ehrenamtliche Team der vhs-Sternwarte Neumünster öffnet die Sternwartenkuppel am 27. Juli ab 21:30 Uhr für Besucher. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sollte der Andrang zu groß sein werden auch mobile Teleskope auf dem Gelände der DRK-Fachklinik Hahnknüll aufgestellt.

 

Die wichtigsten Daten im Überblick:

Mondfinsternis vom 27. Juli 2018

20:24 Uhr:           Eintritt des Mondes in den Kernschatten (unbeobachtbar)

21:19 Uhr:           Mondaufgang in Schleswig-Holstein

21:27 Uhr:           Sonnenuntergang

21:29 Uhr:           Beginn der totalen Phase (Blutmond)

22:21 Uhr:           Mitte der Finsternis

22:34 Uhr:           Überflug der Raumstation ISS

23:13 Uhr:           Ende der totalen Phase

00:19 Uhr:           Ende der partiellen Phase

 

Bildergalerie Mond- und Sonnenfinsternisse von Neumünsteraner Fotografen:

Die Sonnenfinsternis am 21. August in den USA:

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