Der aktuelle Himmelsanblick im Oktober

Am abendlichen Himmel hat der Herbst Einzug gehalten.
Alle Herbststernbilder stehen nun in einer günstigen Beobachtungsposition. Einige der Sommerstrenbilder sind schon komplett unter dem Horizont verschwunden, die übrigen sind inzwischen zum Westhimmel gewandeıt. So ist beispielsweise Arktur, Hauptstern des Bootes, schon unter den Horizont abgesunken. Auch das ausgedehnte Sternbild des Herkules nähert sich allmählich dem westlichen Horizont.

Im Oktober wird die Himmelsansicht von der so genannten Andromeda-Gruppe bestimmt. Diese besetzt nun fast den gesamten östlichen Himmel. Zur Andromeda-Gruppe gehören die Sternbilder Kassiopeia (NGC 457, M103, NGC 281), Kepheus (NGC 6939, NGC 6946, NGC 40), Andromeda (Alamak, M31, M32, NGC 7662), Pegasus (M15, NGC 7331, NGC 7317-20/Stephans Quintett), Perseus (M34, M76, NGC 869/884, NGC 1499) und Walfisch (M77, NGC 247). Alle diese Sternbilder sind mit einer Ausnahme – dem lichtschwachen Walfisch – relativ einfach auszumachen. Das bekannteste davon dürfte wohl Kassiopeia, das „Himmels-W“ sein, dessen mittlere Spitze ungefähr in Richtung des Polarsterns weist. Wennn wir diese gedachte Linie nach Nordwesten verlängern, kommt das Sternbild Großer Bär ins Blickfeld. Der Große Bär steht im Oktober in seiner tiefsten Stellung, knapp über dem nördlichen Horizont.

Zwischen dem Polarstern (Polaris) und dem Zenit finden wir im Oktober das Sternbild Kepheus, dessen Figur nicht so ohne Weiteres zu erkennen ist. Andromeda hingegen ist als Sternenkette südlich von Kassiopeia relativ einfach zu erkennen. Wenn wir der Sternenkette von Andromeda Richtung Süden folgen, landen wir schließlich beim Sternbild Pegasus, an der die Sternenkette praktisch angeheftet ist. Selbst Einsteiger in die Astronomie finden Pegasus recht schnell und zuverlässig. Das Sternbild Perseus finden wir in diesem Monat hoch stehend in östlicher Richtung, und zwar genau zwischen Andromeda und Kapella, dem Hauptstern des Sternbildes Fuhrmann. Am südöstlichen Himmel schließlich stehen die Sternbilder Fische – ein zwar ausgedehntes aber sehr lichtschwaches Sternbild das schwer zu erkennen ist – und das Sternbild Walfisch. In den späteren Abendstunden kündigt sich – tief im Osten – bereits der himmlische Winter an: Dort finden wir das Sternbild Stier und den wenig später aufgehenden Orion.

 

aktueller Sternenhimmel über Neumünster
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Die aktuellen Mondphasen

Ein Service von www.Der-Mond.org

 

 

Aktuelles Bild der Sonne im Weißlicht


Courtesy of SOHO (ESA & NASA)
 

Die Sichtbarkeit der Planeten

Der Merkur steht am 9.10.2017 in oberer Konjunktion zur Sonne, er steht also von der Erde aus gesehen hinter ihm. Er ist in diesem Monat nicht zu beobachten.

Die Venus Die Venus ist in diesem Monat vom Monatsanfang bis zum Monatsende als dominierendes Objekt am Morgenhimmel im Osten zu beobachten. Ihr
Aufgang verschiebt sich von 04:54 am Monatsanfang auf 05:33 am Monatsende. Die Helligkeit der Venus liegt vom Monatsanfang bis zum Monatsende unverändert bei -3.9 mag. Der Durchmesser des Venusscheibchens im Teleskop ändert sich von 11.3″ am Monatsanfang auf 10.5″ am Monatsende.

Der Mars ist im Oktober vom Monatsanfang bis zum Monatsende am Morgenhimmel zu beobachten. Sein Aufgang verschiebt sich von 05:11 am Monatsanfang auf 04:04 am Monatsende. Die Helligkeit des Mars liegt vom Monatsanfang bis zum Monatsende unverändert bei 1.8 mag. Der Durchmesser des Marsscheibchens im Teleskop ändert sich von 3.7″ am Monatsanfang auf 3.9″ am Monatsende, Oberflächendetails sind also nicht gut beobachtbar. Mars ist in diesem Monat in mehreren Konjunktionen zu beobachten. Am 6. am Morgenhimmel mit der Venus in 0.2° Abstand und am 18. am Morgenhimmel mit dem Mond in 6.0° Abstand.

Der Jupiter steht am 26.10.2017 in Konjunktion zur Sonne, er steht also von der Erde aus gesehen hinter der Sonne. Er ist in diesem Monat
nicht zu beobachten

Stellung der Jupitermonde   (von Astronomie.de)
Der aktuelle Stand der Jupitermonde - von Astronomie.de

Der Saturn ist in diesem Monat vom Monatsanfang bis zum Monatsende am Abendhimmel zu beobachten. Sein Untergang verschiebt sich von 21:55 am Monatsanfang auf 19:05 am Monatsende. Die Helligkeit des Saturn ändert sich von 0.7 mag. am Monatsanfang auf 0.8 mag. am Monatsende. Der Durchmesser des Saturnscheibchens im Teleskop ändert sich von 16.3″ am Monatsanfang auf 15.6″ am Monatsende. Die Öffnung des Saturnringes liegt vom Monatsanfang bis zum Monatsende unverändert bei 27.0°. Das Ringsystem ist weit geöffnet beobachtbar. Am 25. ist am Abendhimmel eine Konjunktion mit dem Mond in 5.0° Abstand zu beobachten.

Der Uranus steht am 19.10.2017 in Opposition zur Sonne, er steh also von der Erde aus gesehen der Sonne genau gegenüber. Er ist im Oktober vom Monatsanfang bis zum Monatsende am Abandhimmel zu beobachten. Sein Untergang verschiebt sich von 09:19 am Monatsanfang auf 06:14 am Monatsende. Die Helligkeit von Uranus liegt den ganzen Monat bei 5.7 mag. Der Durchmesser des Planetenscheibchens im Teleskop beträgt 3,6″, aber mehr als ein blasses grünliches Scheibchen ist nicht zu erkennen

Der Neptun ist im Oktober den ganzen Monat am Abendhimmel zu sehen. Sein Untergang verschiebt sich von 04:56 am Monatsanfang auf  01:54 am Monatsende. Die Helligkeit des Neptun ändert sich vom Monatsanfang  7.8 mag bis zum Monatsende auf 7.9 mag. Der Durchmesser des  Neptunscheibchens im Teleskop beträgt vom Monatsanfang bis zum Monatsende unverändert bei 2.5″, aber Neptun ist im Teleskop meist nur als  blaugrüner Punkt erkennbar.

 

 

Meteorschauer im Oktober 2017

Maximum der Draconiden am 8.0ktober 2017

Der Meteorstrom der Draconiden, nach seinem Herkunftskometen auch Giacobiniden genannt, ist im Zeitraum vom 6. bis zum 10. Oktober aktiv und erreicht am 8. Oktober sein Maximum. Der Radiant liegt im Kopf des Sternbilds Drache, der von Mitteleuropa aus zirkumpolar ist. Der Mutterkomet der Giacobiniden ist 21P/Giacobini-Zinner, dessen Bahn die Erdbahn nahezu kreuzt. Alle 13 Jahre (zwei Umlaufsperioden von Giacobini-Zinner) kommt es zu nahen Begegnungen zwischen Giacobini-Zinner und der Erde, wodurch sich die Erde durch die Teilchenwolke des Kometen hindurchbewegt. Dadurch kam es 1933, 1946, 1985 und 1998 zu einer erhöhten Rate an Meteoren. Die spektakulärsten Ereignisse traten 1933 und 1946 auf, bei denen eine Zenithal Hourly Rate (ZHR) von annähernd 10.000 Meteoren pro Stunde beobachtet wurde, d. h. bei günstigem Standort etwa 3 pro Sekunde. In den Jahren 1985 und 1998 erreichte die ZHR einen Wert von über 500 Meteoren pro Stunde. 2005 wurde mittels Radar eine ZHR von stündlich 150 Meteoren pro Stunde registriert, wogegen visuell immerhin 40 Sternschnuppen pro Stunde gesichtet wurden. Am 8. Oktober 2011 zwischen 18 und 23h MESZ wurde erneut eine stark erhöhte Fallrate beobachtet. Die ZHR erreichte einen Wert von annähernd 300 Meteoren pro Stunde. Aufgrund des fast vollen Mondes, der den Himmel aufhellte, konnten jedoch visuell nur deutlich weniger Meteore gesichtet werden. Ein Jahr später kam es am 8. Oktober erneut zu einer erhöhten Meteorrate. In den Abendstunden wurde eine ZHR von etwa 500 Meteore pro Stunde beobachtet.

 

Maximum der Orioniden am 21.0ktober 2017

Die Orioniden sind einer der fünf aktivsten Meteorströme. Sie machen sich alljährlich in den Morgenstunden des 19. bis 23. Oktobers als Schwarm von Sternschnuppen bemerkbar. Die kleinen Körper sind nur wenige Milligramm schwer, produzieren aber wegen ihrer hohen Geschwindigkeit dennoch eine helle Leuchtspur durch Ionisierung der Luftteilchen in der hohen Atmosphäre. Im Gegensatz zu sporadischen (zufällig verteilten) Meteoren haben sie wegen des gemeinsamen Herkunftskometen fast parallele Bahnen im Raum. Dadurch scheinen sie am Himmel aus ihrem Fluchtpunkt, dem so genannten Radianten zu kommen, der etwas nördlich des Kopfes des Sternbildes Orion liegt. Durchschnittlich kann man freiäugig außerhalb großer Städte pro Stunde etwa zehn dieser Spuren sehen, die auch mit Radarmethoden genauer untersucht worden sind. Die Zentralregion des Winter-Sternbildes Orion (Gürtelsterne und Orionnebel). Die Orioniden kommen scheinbar aus dieser Himmelsregion, sind tatsächlich aber Objekte unseres Sonnensystems.Die Orioniden sind lose Wolken zerstreuten Materials des Halleyschen Kometen, die sich im Laufe der Jahrtausende durch Einflüsse kleiner Bahnstörungen und des Sonnenwinds entlang der ganzen Kometenbahn verteilt haben. Auch die Eta-Aquariden der ersten Maihälfte stammen vom Halleyschen Kometen, allerdings von einer anderen Stelle seiner schlanken Ellipsenbahn