Der aktuelle Himmelsanblick im Dezember

Der abendliche Sternenhimmel ist jetzt eindeutig winterlich geprägt.

Im Osten stehen die typischen Wintersternbilder bereits vollständig über dem Horizont.
Am westlichen Himmel hingegen haben sich alle Herbststernbilder, mit Ausnahme des Sternbildes Perseus, versammelt. Teilweise auch schon recht horizontnah. Tief im Nordwesten sieht man noch Schwan und Leier mit ihren Hauptsternen Daneb und Wega, die schon bald untergehen werden.
Noch relativ hoch im Westen erkennen wir das Sternbild Pegasus, an dessen oberster Ecke sich die Sternenkette von Andromeda (Alamak, M31, M32, NGC 7662) anschließt.

Den besten Platz im Zenit, weil in südlicher Richtung stehend, nimmt in diesem Monat das Sternbild Perseus (M34, M76, NGC 869/884, NGC 1499) ein. Hoch im Süden finden wir das Sternbild Dreieck sowie den Widder mit seinem Hauptstern Hamal, der uns in einem orange-gelben Licht entgegen leuchtet. Die Gegend südlich des Widders ist recht sternarm. Dort finden wir im Dezember die beiden lichtschwachen und schwierig zu erkennenden Sternbilder Walfisch (M77) und Eridanus (NGC 1535).

Wenden wir unseren Blick nach Südosten und Osten, finden wir in diesem Monat die hellen und bekannten Wintersternbilder Fuhrmann (M37, M 36, M 38, IC 410), Zwillinge (Kastor, NGC 2392, M35), Großer Hund, Orion (M42, M78) und Stier (M45, M1). Im Norden identifizieren wir die Sternbilder Krebs, Luchs, Giraffe, Großer Bär, Kleiner Löwe und Jagdhunde. Und fast genau im Norden finden wir dann abschließend noch die Sternbilder Kleiner Bär mit Polaris und Drache.

 

aktueller Sternenhimmel über Neumünster
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Die aktuellen Mondphasen

Ein Service von www.Der-Mond.org

 

 

Aktuelles Bild der Sonne im Weißlicht


Courtesy of SOHO (ESA & NASA)
 

Die Sichtbarkeit der Planeten

Der Merkur steht am 13.12.2017 in unterer Konjunktion zur Sonne, er steht also von der Erde aus gesehen vor ihm. Er ist in diesem Monat bei
guter Horizontsicht tief am Morgenhimmel im Osten zu beobachten. Sein Aufgang verschiebt sich von 07:29 am 17.12.2017 auf 06:44 am
Monatsende. Die Helligkeit des Merkur ändert sich von 2.6 mag. am 17.12.2017 auf -0.2 mag. am Monatsende. Der Durchmesser des
Merkurscheibchens im Teleskop ändert sich von 9.5″ am 17.12.2017 auf 6.8″ am Monatsende. Einen schönen Anblick bietet der Merkur am 17.,
wenn er am Morgenhimmel in 5.4° Abstand nah bei dem Mond steht.

Die Venus ist in diesem Monat vom Monatsanfang bei guter Horizonsicht tief am Morgenhimmel im Osten zu beobachten. Ihr Aufgang verschiebt sich von 07:18 am Monatsanfang auf 08:21 am Monatsende. Die Helligkeit der Venus liegt vom Monatsanfang bis zum Monatsende unverändert bei -3.9 mag. Der Durchmesser des Venusscheibchens im Teleskop ändert sich von 11.3″ am Monatsanfang auf 10.5″ am Monatsende.

Der Mars ist in diesem Monat vom Monatsanfang bis zum Monatsende am Morgenhimmel zu beobachten. Sein Aufgang verschiebt sich von 03:55 am Monatsanfang auf 03:47 am Monatsende. Die Helligkeit des Mars ändert sich von 1.7 mag. am Monatsanfang auf 1.5 mag. am Monatsende. Der Durchmesser des Marsscheibchens im Teleskop ändert sich von 4.2″ am Monatsanfang auf 4.8″ am Monatsende, Oberflächendetails sind also nicht gut beobachtbar.Mars ist in diesem Monat in mehreren Konjunktionen zu beobachten. Am 31. am Morgenhimmel mit dem Jupiter in 3.2° Abstand und am 14. am Morgenhimmel mit dem Mond in 4.2° Abstand.

Der Jupiter st in diesem Monat vom Monatsanfang bis zum Monatsende am Morgenhimmel zu beobachten. Sein Aufgang verschiebt sich von 05:30 am Monatsanfang auf 04:05 am Monatsende. Die Helligkeit des Jupiter ändert sich von -1.7 mag. am Monatsanfang auf -1.8 mag. am Monatsende. Der Durchmesser des Jupiterscheibchens im Teleskop ändert sich von 31.3″ am Monatsanfang auf 33.0″ am Monatsende.Jupiter ist in diesem Monat in mehreren Konjunktionen zu beobachten. Am 31. am Morgenhimmel mit dem Mars in 3.2° Abstand und am 15. am Morgenhimmel mit dem Mond in 5.0° Abstand.

Stellung der Jupitermonde   (von Astronomie.de)
Der aktuelle Stand der Jupitermonde - von Astronomie.de

Der Saturn steht am 21.12.2017 in Konjunktion zur Sonne, er steht also von der Erde aus gesehen hinter der Sonne. Er ist in diesem Monat vom Monatsanfang bis zum 6.12.2017 tief am Abendhimmel zu beobachten. Sein Untergang verschiebt sich von 17:16 am Monatsanfang auf 16:59 am 6.12.2017. Die Helligkeit des Saturn liegt vom Monatsanfang bis zum 6.12.2017 unverändert bei 0.8 mag. Der Durchmesser des Saturnscheibchens im Teleskop ändert sich von 15.3″ am Monatsanfang auf 8.9″ am 6.12.2017. Die Öffnung des Saturnringes liegt vom Monatsanfang bis zum 6.12.2017 unverändert bei 26.8°. Das Ringsystem ist weit geöffnet beobachtbar.

Der Uranus ist in diesem Monat vom Monatsanfang bis zum Monatsende am Abendhimmel zu beobachten. Sein Untergang verschiebt sich von 04:06 am Monatsanfang auf 02:06 am Monatsende. Die Helligkeit des Uranus ändert sich von 5.7 mag. am Monatsanfang auf 5.8 mag. am Monatsende. Der Durchmesser des Uranusscheibchens im Teleskop ändert sich von 3.6″ am Monatsanfang auf 3.5″ am Monatsende, aber mehr als ein blasses grünliches Scheibchen ist im Teleskop nicht erkennbar.

Der Neptun ist in diesem Monat vom Monatsanfang bis zum Monatsende am Abendhimmel zu beobachten. Sein Untergang verschiebt sich von 23:48 am Monatsanfang auf 21:52 am Monatsende. Die Helligkeit des Neptun liegt vom Monatsanfang bis zum Monatsende unverändert bei 7.9 mag. Der Durchmesser des Neptunscheibchens im Teleskop beträgt vom Monatsanfang bis zum Monatsende unverändert bei 2.4″, aber Neptun ist im Teleskop meist nur als blaugrüner Punkt erkennbar.

 

 

Meteorschauer im Dezember 2017

Maximum der Geminiden am 14. Dezember 2017

Die Geminiden sind ein Meteorstrom, deren Radiant im Sternbild Zwillinge (lateinisch gemini) liegt. Dort befinden sich unter anderem die beiden namensgebenden, hellen Sterne Castor und Pollux. Der Anstieg zum Maximum der Aktivität erfolgt recht langsam über mehrere Tage hinweg, der Abstieg dann aber ziemlich rasch.
Da der Radiant Mitte Dezember der Sonne am Himmel gegenübersteht, ist er während der gesamten Nacht über dem Horizont zu finden. Die Höchststellung wird kurz nach Mitternacht erreicht. Deshalb lassen sich die Geminiden im Gegensatz zu anderen Meteoren sehr gut in den Abendstunden beobachten. Die Geminiden sind besonders eindrucksvoll, weil sie viele helle, typischerweise gelb-weiß leuchtende Meteore hervorbringen. Die hellsten Meteore erscheinen typischerweise erst nach dem Maximum, während davor die schwächeren Objekte dominieren. Innerhalb des Meteorstroms ist demnach eine Sortierung der Partikelgrößen erfolgt.
Als Ursprungskörper der Geminiden, die nichts anderes sind als eine die Sonne umkreisende Staubwolke, gilt ein als Asteroid klassifizierter Himmelskörper namens Phaethon. Seine Bahn um die Sonne ähnelt abgesehen von der kurzen Umlaufszeit von lediglich 1,4 Jahren stark der eines Kometen. Es wurde verschiedentlich vermutet, dass Phaethon ein erloschener Komet ist, der seine flüchtigen Bestandteile (Gas und Staub) bereits vollständig verloren hat.
Die Aktivität der Geminiden hat sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich erhöht. Im Jahr 2009 wurde im Maximum eine ZHR von annähernd 140 Geminiden pro Stunde registriert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Geminiden in den nächsten Jahren noch deutlich stärker werden.