Der aktuelle Himmelsanblick im August

Im Monat August präsentiert sich der Sommersternenhimmel in seiner vollen Pracht.

Hoch im Süden erkennen  wir das Sommerdreieck mit den Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Weit im  Westen funkelt das Sternbild Bootes mit seinem Hauptstern Arktur, direkt darüber das Sternbild des Herkules  (M13, M92). Der Schütze steht horizontnah im Süden und wird bald untergehen. Das markante  Sternenviereck des Pegasus (M15, NGC 7331, NGC 7317-20/Stephans Quintett) steigt im Osten empor.

Unschwer ist zu erkennen, dass zum Sternbild Pegasus nicht nur dieses auffallende Sternenviereck, sondern  auch eine leicht abgewinkelte Sternenkette gehört, die sich bis zum kleinen Sternbild Delphin zieht.  In nördlicher Richtung schließt sich das Sternbild Andromeda (M31, M32, NGC 7662) an. In westlicher  Richtung wird das Sternbild Pegasus durch das Sternbild Schwan und das kleine Sternbild Eidechse begrenzt.  Das Pegasusquadrat wird auch als Herbstviereck bezeichnet. Während das Sternbild Großer Wagen im  Nordwesten immer weiter Richtung Horizont sinkt, steigt Kassiopeia, das „Himmels-\Al“, höher in Richtung  Zenü auf  In Zenitnähe finden wir das kleine, aber markante Sternbild Leier (Delta Lyrae, Epsilon Lyrae, M57) sowie  die große, markante Kreuzformation des Sternbildes Schwan (Albireo, M39, NGC 6826, NGC 6992/5, NGC  7000).

Weiter in Richtung Süden finden wir das Sternbild Adler (NGC 6709, NGC 6751, NGC 6772) mit Atair  als Hauptstern. Er ist ein bläulich-weißer Stern. Mit 0,8 mag scheinbarer Helligkeit gehört er zu den hellsten  Sternen am sommerlichen Abendhimmel.

 

 

aktueller Sternenhimmel über Neumünster
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Die aktuellen Mondphasen

Ein Service von www.Der-Mond.org

 

 

Aktuelles Bild der Sonne im Weißlicht


Courtesy of SOHO (ESA & NASA)
 

Die Sichtbarkeit der Planeten

Der Merkur steht am 26.8.2017 in unterer Konjunktion zur Sonne, er steht also von der Erde aus gesehen vor ihm. Er ist in diesem Monat nicht zu beobachten

Die Venus ist in diesem Monat vom Monatsanfang bis zum Monatsende als dominierendes Objekt am Morgenhimmel im Osten zu beobachten. Ihr Aufgang verschiebt sich von 02:25 am Monatsanfang auf 03:19 am Monatsende. Die Helligkeit der Venus liegt vom Monatsanfang bis zum Monatsende unverändert bei -4.0 mag. Der Durchmesser des Venusscheibchens im Teleskop ändert sich von 14.7″ am Monatsanfang auf 12.6″ am Monatsende.

Der Mars ist in diesem Monat vom 21.8.2017 bis zum Monatsende tief am Morgenhimmel zu beobachten. Sein Aufgang verschiebt sich von 05:18 am 21.8.2017 auf 05:17 am Monatsende. Die Helligkeit des Mars liegt vom 21.8.2017 bis zum Monatsende unverändert bei 1.8 mag. Der Durchmesser des Marsscheibchens im Teleskop beträgt vom 21.8.2017 bis zum Monatsende unverändert bei 3.5″, Oberflächendetails sind also nicht gut beobachtbar. Am 21. ist am Morgenhimmel eine Konjunktion mit dem Mond in 4.2° Abstand zu beobachten.

Der Jupiter ist in diesem Monat vom Monatsanfang bis zum Monatsende tief am Abendhimmel zu beobachten. Sein Untergang verschiebt sich von 23:16 am Monatsanfang auf 21:25 am Monatsende. Die Helligkeit des Jupiter ändert sich von -1.9 mag. am Monatsanfang auf -1.7 mag. am Monatsende. Der Durchmesser des Jupiterscheibchens im Teleskop ändert sich von 34.3″ am Monatsanfang auf 32.1″ am Monatsende. Am 26. ist am Abendhimmel eine Konjunktion mit dem Mond in 4.1° Abstand zu beobachten.

Stellung der Jupitermonde   (von Astronomie.de)
Der aktuelle Stand der Jupitermonde - von Astronomie.de

Der Saturn beendet am 25.8.2017 seine Oppositionsschleife und wird wieder rechtläuflg. Er ist in diesem Monat vom Monatsanfang bis zum Monatsende am Abendhimmel zu beobachten. Sein Untergang verschiebt sich von 01:58 am Monatsanfang auf 23:53 am Monatsende. Die Helligkeit des Saturn ändert sich von 0.4 mag. am Monatsanfang auf 0.6 mag. am Monatsende. Der Durchmesser des Saturnscheibchens im Teleskop ändert sich von 17.9″ am Monatsanfang auf 17.1″ am Monatsende. Die Öffnung des Saturnringes ändert sich von 26.8° am Monatsanfang auf 26.9° am Monatsende. Das Ringsystem ist weit geöffnet beobachtbar. Am 31. ist am Abendhimmel eine Konjunktion mit dem Mond in 4.2° Abstand zu beobachten.

Der Uranus beginnt am 3.8.2017 seine Oppositionsschleife und wird rückläuflg. Er ist in diesem Monat vom Monatsanfang bis zum Monatsende am Morgenhimmel zu beobachten. Sein Aufgang verschiebt sich von 23:22 am Monatsanfang auf 21:24 am Monatsende. Die Helligkeit des Uranus ändert sich von 5.8 mag. am Monatsanfang auf 5.7 mag. am Monatsende. Der Durchmesser des Uranusscheibchens im Teleskop ändert sich von 3.5 mag am Monatsanfang auf 3.6 am Monatsende, aber mehr als eın blasses grünliches Scheibchen ist im Teleskop nicht erkennbar.

Der Neptun ist in diesem Monat vom Monatsanfang bis zum Monatsende am Morgenhimmel zu beobachten. Sein Aufgang verschiebt sich von 22:15 am Monatsanfang auf 20:16 am Monatsende. Die Helligkeit des Neptun liegt vom Monatsanfang bis zum Monatsende unverändert bei 7.8 mag. Der Durchmesser des Neptunscheibchens im Teleskop beträgt vom Monatsanfang bis zum Monatsende unverändert bei 2.5″, aber Neptun ist im Teleskop meist nur als blaugrüner Punkt erkennbar.

Maximum der Perseiden am 12.August 2017

Die Perseiden (Laurentiustränen, Tränen des Laurentius) sind ein jährlich in der ersten Augusthälfte wiederkehrender Meteorstrom, der in den  Tagen um den 12. August ein deutliches Maximum an Sternschnuppen aufweist.

Der scheinbare Ursprung dieses Stroms, der Radiant, liegt im  namensgebenden Sternbild Perseus.  Die Perseiden bestehen aus den Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn immer um den 12. August  die Staubspur, die dieser Komet im All hinterlassen hat. Die Staubteilchen rasen dabei mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre und bringen  die Luftmoleküle zum Leuchten. Die Sternschnuppe ist daher nicht das verglühende Staubkorn selbst, sondern wird durch das  Rekombinationsleuchten der ionisierten Luft sichtbar.

Der gesamte Aktivitätszeitraum der Perseiden erstreckt sich vom 17. Juli bis zum 24. August. Die Zahl der Meteore wird immer dann größer,  wenn die Erde auf ihrer Umlaufbahn der früheren Bahn des Kometen besonders nahe kommt, wie es 1992 der Fall war. Dann erreicht der  Meteorschauer ein Maximum von zirka 110 Meteoren pro Stunde unter Idealbedingungen (ZHR).  Die erste bekannt gewordene Beobachtung der Perseiden fand vor etwa zwei Jahrtausenden in China statt. Danach gibt es Berichte aus Japan  und Korea. In Europa stammt die erste bekannte Beobachtung aus dem Jahr 811.

Da das Erscheinen der Perseiden mit dem Todes- und Namenstag des Märtyrers Laurentius (10. August) zusammenfällt, der im Jahre 258  mehrfach auf einem eisernen Grillrost gefoltert worden sein soll, werden sie im Volksmund auch Laurentiustränen oder Tränen des Laurentius  genannt. Kurz vor seinem Tod soll Laurentius der Legende nach seinem Widersacher, dem römischen Kaiser Valerian, die folgenden Worte gesagt  haben: Du armer Mensch, mir ist dieses Feuer eine Kühle, dir aber bringt es ewige Pein.

Weil der Perseus zur Zeit des Maximus der Perseiden um etwa 06 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) kulminiert (er steht dann fast exakt  im Zenit, es wird aber in den gemäßigten Breiten um 5 in der Früh schon hell), liegt die beste Beobachtungszeit zwischen etwa 02:00 und  04:00 (Kassiopeia im Zenit, Perseus gegen Osten daneben). Dann sind fast alle Perseiden am Himmel zu sehen, und der sichtbare Nachthimmel  ist auch der, der in Bewegungsrichtung der Erde liegt (also die Stoßfront in den Perseidenschwarm bildet). Auch in den Tagen davor und  danach sind nach Mitternacht meist viele Perseiden-Schnuppen zu sehen.

Weil die Zeit und Intensität des Optimums des Stroms so günstig mit  der Zenitlage des Radianten zusammenfällt, gehören die Perseiden mit zu den eindrucksvollsten Schnuppenschwärmen, und haben in der  Geschichte einige Ausnahmeereignisse hervorgebracht.  Quelle: