Die Fotoausstellung Faszination Kosmos:

Der nächtliche Sternenhimmel fasziniert uns Menschen seit jeher. An der vhs-Sternwarte Neumünster befasst man sich schon seit 1971 mit der Erforschung unendlicher Weiten. Zahllose Beobachtungen haben dabei auch viele beeindruckende Bilder des Weltalls und besonderer Himmelsereignisse hervorgebracht. Etliche dieser Bilder wurden auch in Zeitungen, Fachzeitschriften, Büchern oder dem Fernsehen veröffentlicht. Eine Auswahl zeigt nun die Highlights der vergangenen Jahrzehnte und besondere Momente der letzten Jahre.

Die vhs-Sternwarte Neumünster:

Die vhs-Sternwarte ist eine Institution der Volkshochschule Neumünster und befindet sich auf dem Dach der DRK Fachklinik Hahnknüll. Betreut wird die größte Sternwarte Schleswig-Holsteins ehrenamtlich von dem vhs-Kurs „Sternkieker – Astronomie AG“. Die rund 30 Amateurastronomen treffen sich regelmäßig, um gemeinsam ihrem ungewöhnlichen Hobby zu frönen, der Astronomie.

Neben verschiedenen Volkshochschulkursen finden an der vhs-Sternwarte aber auch zahlreiche weitere Veranstaltungen statt. Regelmäßig wird die rund sechs Meter durchmessende Sternwartenkuppel für den öffentlichen Beobachtungsabend geöffnet. Schulklassen und größere Besuchergruppen (bis 25 Personen) können individuelle Termine für Führungen vereinbaren. Auch zu besonderen Himmelsereignissen, wie z.B. Mond- und Sonnenfinsternissen, öffnen die Sternkieker ihre Sternwarte.

Der Förderverein Sternwarte Neumünster e.V.:

Die Erhaltung der Sternwarte und ihres wertvollen Instrumentariums ist eine große Aufgabe für einen Volkshochschulkurs. Daher gibt es seit 2009 den Förderverein Sternwarte Neumünster. Er unterstützt die Bildungsarbeit an der vhs-Sternwarte und hat mithilfe von Spenden die Ausstellung „Faszination Kosmos“ ermöglicht.

 

Die Ausstellung befindet sich im gesamten Eingangsbereich des FEK (EG und 1. Etage) und wird bis Ende November zu sehen sein. Der Treffpunkt für den Rundgang am 29.9. um 17 Uhr ist die obere Eingangshalle (1. Etage).

 

Die Fotografen  haben die Entstehungsgeschichten und andere Informationen zu ihren Bildern zusammengetragen und für Sie zur Verfügung gestellt. Bei Interesse an einem der Bilder nehmen Sie bitte per Mail unter Bilder@Sternwarte-NMS.de Kontakt mit uns auf.

 

  1. Der Halbmond – Meltem Tischmann

Der Mond – das uns am nächsten liegende Himmelsobjekt. Seit Jahrtausenden fasziniert er die Menschheit, mich eingeschlossen. Daher habe ich ihn schon mehrfach fotografisch festgehalten. Hier sieht man den Halbmond, aufgenommen durch ein Spiegelteleskop mit 750mm Brennweite und einer Canon EOS 500d. Besonders reizvoll an diesem Objekt ist der Terminator. Das ist der Bereich, an dem Licht und Schatten aufeinandertreffen und genau dort sieht man die vielen Krater besonders gut.

 

  1. Mond beim Gadelander Kirchturmhahn – Jürgen Kahlhöfer

Der „Mond für Romantiker“ war lange geplant. Ich hatte von einem geeigneten Kamerastandpunkt aus die Richtung zum Kirchturmhahn gepeilt und in einem Planetariumsprogramm gesucht, wann der Mond beim Hahn stehen wird. Zum Termin am 11.11.2013 sammelten sich an der Kirche gerade die Teilnehmer des Martinsumzugs, und wir hatten alle Glück mit dem Wetter. Der Himmel war fast klar, und der leichte Wolkenschleier gibt dem Bild noch einen besonderen Reiz. So war der Mond nur halb verhüllt, wie Martin in seinem halben Mantel.

 

  1. Mondkrater Clavius – Markus Bruhn

Aufgenommen mit einem 40cm Newton-Teleskop mit 3600 mm Brennweite. S/W-Video mit Industriekamera ASI 178mm monochrom. 6000 Bilder aufaddiert. Verwendung eines Infrarotlicht Durchlass-Filters.

 

  1. Mondsichel mit Raumstation ISS – Jürgen Kahlhöfer

Hier fliegt die Internationale Raumstation früh morgens vor der abnehmenden Mondsichel vorbei. Serienaufnahme mit einem kleinen Teleskop (1m Brennweite) mit 6 Bildern/Sekunde. In zwei Sekunden ist die ISS schon vorbei.

 

  1. Mondsichel über Schleswig – Heiko Albrecht

Ein Abend im September 2016, an dem das Wetter und die Mondphase mitspielten, für ein Motiv, welches mir schon länger vorschwebte. Fotografiert vom  Naturschutzgebiet Reesholm aus.

 

  1. Mondsichel mit Merkur – Marco Ludwig

Im Mai 2008 gesellte sich die schmale Mondsichel zum kleinsten der acht Planeten: Dem Merkur. In der Nähe von Krogaspe konnte ich mit meiner ersten digitalen Spiegelreflexkamera (Canon EOS 350D) dieses Bild aufnehmen. Mit dem Wolkenschleier war es ein perfekter Moment.

 

  1. Mondsichel mit Venus – Marco Ludwig

Im März 2015 ergab sich dieser eindrucksvolle Blick auf die Vicelinkirche. Der damalige Abendstern Venus rundete das Bild zusammen mit der Mondsichel ab. Aufgenommen habe ich das Ensemble am Waschpohl.

 

  1. Vollmond mit Vicelinkirche – Marco Ludwig

Experten und Laien fragen sich gleichermaßen, wie dieses Bild möglich sein kann. Für diese Aufnahme stand ich im April 2013 auf dem Dach des LOG-IN. Ich hatte eigentlich nur den aufgehenden Vollmond über der Stadtsilhouette im Sinn. Als dann der Mond direkt neben der Vicelinkirche auftauchte zitterte meine Kamera vor Aufregung. Verwendet habe ich damals eine Canon EOS 60D mit einem Minolta 600mm APO Teleobjektiv.

 

  1. Venus, Regulus und Mond 1980 – Bernd Schatzmann und Franz Haar

Der Hauptstern des Löwen, Regulus (rechts im Bild), liegt fast genau auf dem Tierkreis, der Ekliptik. Dort kommen gelegentlich auch der Mond und Planeten vorbei, wie  in dieser sehr nahen Begegnung mit Venus und Mond vom Morgen des 5. Oktober 1980.

 

  1. Der Mond mit „Goldenem Henkel“ – Meltem Tischmann

Etwa 10 bis 11 Tage nach Neumond geht an der Regenbogenbucht des Mondes die Sonne auf. Wenn die Bucht selbst noch im Dunkeln liegt, aber ihr Randgebirge schon von der Sonne beschienen wird, sieht es so aus, als ob der Mond einen goldenen Henkel hätte.

 

  1. Jahrhundertmondfinsternis 2018 – Marco Ludwig, Stefan Bruns und Markus Bruhn

Bei der längsten Mondfinsternis dieses Jahrhunderts war es den meisten Mitgliedern der vhs-Sternwarte nicht vergönnt, eigene Fotos zu machen. Rund 400 Besucher, Presse und Fernsehen hatten die Sternwarte belagert und feierten begeistert eine Art „Starparty“. Zwischendurch gelangen uns jedoch ein paar Schnappschüsse mit einem 430mm William  Optics Refraktor.

 

  1. Totale Sonnenfinsternis USA 2017 – Marco Ludwig und Stefan Bruns

Einmal im Leben im Schatten des Mondes stehen – dafür sind wir im August 2017 extra in die USA geflogen. Rund zwei Minuten und 20 Sekunden dauerte die totale Phase der Sonnenfinsternis, in der für kurze Zeit sogar Sterne und Planeten sichtbar wurden. Auf diesem Bild, aufgenommen mit einem 430mm William Optics Refraktor, erkennt man die äußeren Atmosphärenschichten der Sonne, die Korona. Die Expedition hat sich gelohnt!

 

  1. Der Mars im Fernrohr – Markus Bruhn

Mars fotografiert mit einem 25cm Newton-Teleskop bei 3600mm Brennweite. Webcam  Icam-Traycer

 

  1. Ringplanet Saturn – Markus Bruhn

Unser Ringplanet fotografiert mit einem Celestron 8 Schmidt-Cassegrain-Teleskop. Brennweite mit diesem Gerät 4000mm bei Verwendung einer QHY Industriekamera .

 

  1. Venustransit 2012 – Marco Ludwig und Stefan Bruns

Manche astronomischen Ereignisse sind wirklich selten. So z.B. der Venustransit, also wenn der Planet Venus exakt zwischen Erde und Sonne vorbeizieht und vor der Sonnenscheibe als kleine schwarze Scheibe sichtbar wird. Im Sommer 2012 war es so weit und wir fuhren zur Insel Usedom, um die aufgehende Sonne mit der Venus abzulichten. Das Glück war mit uns und dieses Bild wird nun bis zum Jahr 2117 das aktuellste Bild dieses seltenen Himmelsschauspiels sein.

 

  1. Sonnenuntergang mit „Green Flash“ – Marco Ludwig

Bei besonders klarem Himmel kann man während eines Sonnenuntergangs manchmal ein seltenes Phänomen betrachten: Den sog. grünen Blitz. Dabei scheint sich für ein paar Sekunden der obere Rand der Sonne abzulösen und grün zu färben. Da dieses Ereignis nur selten und nur für kurze Zeit auftritt ist es eine echte Herausforderung für Fotografen. Dieses Bild habe ich auf dem Turm der Vicelinkirche aufgenommen. Im Vordergrund erkennt man den Henstedter Funkturm.

 

  1. Protuberanzen – Marco Ludwig

Unser Heimatstern ist die Sonne und was dort tatsächlich los ist bleibt dem menschlichen Auge normalerweise verborgen. Mit Hilfe des Sparkassen-Teleskops, einem speziellen Sonnenfernrohr an der vhs-Sternwarte, gelang mir diese Aufnahme der Sonnenoberfläche. Zu sehen sind enorme Eruptionen, sog. Protuberanzen. Diese riesigen Gasauswürfe können erheblich größer sein als beispielsweise unser Heimatplanet. Zum Größenvergleich habe ich die Erde in dieses Bild kopiert.

 

  1. Riesenkomet West 1976 – Franz Haar und Bernd Schatzmann

Heutzutage ist man durch das Internet jederzeit informiert, sofern etwas spannendes am Sternenhimmel zu sehen ist. 1976 wurden interessierte Astronomen noch per Post über besondere Ereignisse informiert. Als Franz Haar und Bernd Schatzmann am Ende einer sternenklaren Nacht die Sternwartenkuppel Richtung Osten drehten sahen sie daher etwas unerwartetes. Ein riesiger Kometenschweif war am Horizont zu sehen. Sogleich wurden die Kameras ausgelöst um unter anderem dieses Bild zu machen. Zu sehen ist der Komet West, welcher nur einen Tag zuvor einen unerwarteten Helligkeitsausbruch hatte. Weltweit haben viele Astronomen dieses beeindruckende Schauspiel verpasst und dieses Bild gilt bis heute als eines der beeindruckendsten Zeugnisse dieses Schweifsterns.

 

  1. Komet Hyakutake 1996 – Franz Haar

Der nach einem japanischen Astronomen benannte Komet Hyakutake kam im Jahr 1996 bis auf 15 Millionen Kilometer an die Erde heran. Für einige Tage dominierte sein Schweif den Himmel über unserem Planeten. Franz Haar (1942 bis 2010) fotografierte dieses beeindruckende Bild in der Nähe von Bönebüttel.

 

  1. Komet Hale-Bopp 1997 – Franz Haar

Hale-Bopp gilt bis heute als Jahrhundertkomet. Er war von 1997 bis 1998 über ein Jahr mit bloßem Auge zu sehen. An der Sternwarte war er zu jener Zeit das mit Abstand beliebteste Beobachtungsobjekt. Franz Haar (1942 bis 2010) konnte dieses Farbbild mit einer sog. Schmidtkamera bei einer Brennweite von 300 mm aufnehmen.

 

  1. Komet Hale-Bopp im Perseus – Bernd Schatzmann

Im südlichen Dänemark gab es ideale und vor allem dunkle Bedingungen, den Jahrhundertkometen Hale-Bopp abzulichten. Bei dieser nachgeführten Aufnahme steht der Riesenkomet im Sternbild Perseus. Zu sehen sind u.a. auch der offene Doppelsternhaufen h und chi im Perseus (rechts oben). Neben dem hellen Staubschweif des Kometen ist auch der blaue Gasschweif besonders schön zu erkennen.

 

  1. Der Rosettennebel – Markus Bruhn

Farbaufnahme des Rosettennebels mit einem kleinen 72mm Refraktor bei 350mm Brennweite.  Camera: Canon EOS 350D mit einem modifizierten Chip und Verwendung eines speziellen Kunstlicht-Blockfilters, der Strassenbeleuchtung absorbiert.

 

  1. Supernovaüberrest M 1– Marco Ludwig

Mit dem großen Halbmeterteleskop unter der Kuppel der vhs-Sternwarte können wir tatsächlich in die Tiefen des Weltalls schauen. Dieser Supernovaüberrest wird auch Krebsnebel M 1 genannt. Es handelt sich um die Überreste eines explodierten Sterns. Er ist rund 6000 Lichtjahre entfernt.

 

  1. Pferdekopfnebel mit Flammennebel – Marco Ludwig und Andreas Rex

Für Sternengucker sind häufig jene Objekte von Interesse, die eben kein Stern sind. Eines der beeindruckendsten Objekte am nächtlichen Sternenhimmel ist der Pferdekopfnebel im Sternbild Orion. Hier schiebt sich eine dunkle Staubwolke vor eine rot leuchtende Wasserstoffwolke. Die Form der Staubwolke erinnert dabei an einen Pferdekopf. Direkt daneben befindet sich zudem noch der sog. Flammennebel. Aufgenommen habe ich dieses Bild gemeinsam mit Andreas Rex an der vhs-Sternwarte. Wir benutzten dafür eine Spezialkamera, die vor allem das rötliche Licht des Wasserstoffs aufnehmen kann. Die Brennweite betrug 430mm.

 

  1. Tiere im Weltraum – Der Pferdekopfnebel – Andreas Rex

Dieses Bild entstand parallel zu dem Bild 24, jedoch durch das Hauptteleskop der Sternwarte, den „Dino“ mit einem Spiegeldurchmesser von 50cm und einer Brennweite von 2m. Es zeigt eine vor einem Emissionsnebel liegende Dunkelwolke aus Staub und Gasen. Die Dunkelwolke liegt in ca. 1500 Lj Entfernung und hat eine Ausdehnung von ca. 3 Lj. Da der Staub und die Gase sich in ständiger Bewegung befinden wird sich die Silhouette in Form des Pferdekopfes verändern und irgendwann als solches nicht mehr zu erkennen sein.

 

  1. Die Plejaden M 45 – Marco Ludwig

Die Plejaden gelten unter Astronomen als Standardobjekt. Beobachten kann man sie mit bloßem Auge, Fernglas oder Fernrohr. Während man mit bloßem Auge 6-8 Sterne dieses kleinen offenen Sternhaufens erkennen kann, so lassen sich im Teleskop sogar mehrere Hundert Sterne ausmachen. Die blauen Nebel sieht dabei aber leider nur die Kamera. Aufgenommen an der vhs-Sternwarte mit 200mm Brennweite.

 

  1. Der Nordamerikanebel – Marco Ludwig

Astronomen lassen sich bei der Namensgebung gerne von irdischen Objekten inspirieren.    Daher verwundert es wohl nicht, dass diese rötliche Wasserstoffwolke den Namen Nordamerikanebel trägt. Man findet diese  Wolke im Sternbild Schwan und kann sie sogar mit dem Fernglas beobachten. Auch dieses Bild wurde mit einer modifizierten Canon EOS 1100D aufgenommen, um die rötlichen Wolken ablichten zu können.
Aufnahmeort vhs-Sternwarte Neumünster, Brennweite 200mm.

 

  1. Andromedanebel mit Komet PanSTARRS – Marco Ludwig und Andreas Rex

Am 03.April 2013 ergab sich für uns bei klarem Himmel die Gelegenheit, den Kometen PanSTARRS auf seinem Weg durch das Sternbild Andromeda abzulichten. Er war an diesem Tag in der Nähe unserer Nachbargalaxie der Andromeda-Galaxie sichtbar, so dass wir dieses im Bild haben festhalten können. Schön zu erkennen ist dabei der Schweif des Kometen. Die Entfernung des Kometen von der Erde entsprach ungefähr dem Erdabstand von der Sonne.  Zum Vergleich dazu ist die Andromeda-Galaxie ca. 3.000.000 Lj von der Erde entfernt.

 

  1. Sternstrichspuren – Marco Ludwig

„Alle Sterne grüßen den Polarstern“ heißt es in einem alten Sprichwort. So scheint sich im Laufe einer Nacht der Himmel mit seinen zahlreichen Sternen tatsächlich um den Polarstern zu drehen. In Wirklichkeit dreht sich natürlich die Erde, und die Erdachse zeigt momentan zufällig auf den Polarstern. Wenn man diese Region sehr lange belichtet kann man die Erdrotation sichtbar machen, da die Sterne, abgesehen vom Polarstern, lange Striche verursachen. Im Vordergrund ist die Kuppel der vhs-Sternwarte zu sehen.

 

  1. Iridium Flare mit „Amanda“ – Heiko Albrecht

Die Antenne eines Iridium-Satelliten leuchtet für wenige Sekunden hell auf, wenn sie so ausgerichtet ist, dass sie das Sonnenlicht genau in die Augen des Betrachters spiegelt.  Für diese planbare Aufnahme war es gut, sich ein regional bekanntes Vordergrundmotiv zu suchen, welches recht genau unter der Flugbahn lag. Im April 2015 bin ich dafür nach Kappeln gefahren.

 

  1. Polarlicht über Norwegen – Stefan Bruns

Dieses Bild entstand im Februar 2015 in der Nähe von Tromsö / Norwegen. Ich war für ein langes Wochenende dorthin gefahren, um das Polarlicht zu sehen und zu fotografieren. Am Samstag Abend war ich Teilnehmer einer geführten Fotoexpedition, die uns an verschiedene Orte nordwestlich von Tromsö brachte, unter anderem diese malerische Bucht, in der sich das PL wunderschön spiegelt. Irgendwann habe ich nicht mehr auf die Kamera geachtet und habe nur noch nach oben geschaut und diese „kosmische Lichtshow“ genossen.

 

  1. Polarlicht am Einfelder See – Marco Ludwig

Am 28. Februar 2014 wurde ich durch mehrere E-Mails auf ein mögliches Polarlicht am Abendhimmel hingewiesen. Rund 3 Tage zuvor hatte es einen heftigen Sonnensturm gegeben, der geladene Partikel in Richtung Erde geschleudert hatte. Zum Ende der Abenddämmerung befand ich mich also auf dem Weg zum Einfelder See, um dort mal wieder auf Polarlicht zu warten – bisher erfolglos. Noch während der Autofahrt erreichten mich  jedoch verschiedene Anrufe von Astronomen aus Lübeck und Kiel. Schon in der Dämmerung hatten sie das intensive rote Leuchten erkannt und wollten mich zur Beobachtung motivieren.

 

  1. Sternschnuppe am Friedenshain – Marco Ludwig

Jedes Jahr im August regnen Sternschnuppen des Meteorstroms der Perseiden auf die Erde nieder. Für Fotografen besteht dann eine Chance, so einen Meteor vielleicht sogar im Foto festzuhalten. Bis zu 100 Sternschnuppen kann man manchmal pro Stunde sehen, aber nur selten ist so eine Schnuppe hell genug für ein Foto. In den meisten Fällen tauchen helle Sternschnuppen natürlich auch nur außerhalb des Bildes auf. In diesem Fall hat es eine Sternschnuppe aber ins Bild geschafft. Aufgenommen habe ich es am Friedenshain im Stadtwald.

 

  1. Sternschnuppe bei Schleswig – Heiko Albrecht

Eine Aufnahme, von etwa 500, und vier Stunden Wartezeit brachten den gewünschten Erfolg, eine Sternschnuppe des Perseiden-Schwarms im August 2018 im Bild festzuhalten.

 

  1. Sternschnuppe über dem Einfelder See – Marco Ludwig

Auch bei diesem Bild handelt es sich um eine Perseidensternschnuppe, die im August am Himmel zu sehen war. Aufgenommen habe ich das Bild an der Schanze am Einfelder See. In Blickrichtung erkennt man die Dorfbucht und auch die drei Windkraftanlagen an der Autobahnausfahrt Neumünster-Nord.

 

  1. Leuchtende Nachtwolken an der Fehmarnsundbrücke – Marco Ludwig und Stefan Bruns

Schon auf dem Weg zur Fehmarnsundbrücke konnten Marco Ludwig und ich dieses Spektakel durch die Frontscheibe des Autos sehen und hofften, dass es sich so lange hält bis wir ankommen. Als wir dann vor Ort waren fehlten uns die Worte zu beschreiben was wir sahen… so beeindruckt waren wir von der Präsenz der Nachtleuchtenden Wolken über der Brücke. Dann haben wir schnell unsere Kameras aufgebaut und Aufnahmen gemacht. Dieses Bild hat es sogar auf die Titelseite der Zeitschrift „Sterne und Weltraum“ geschafft.

 

  1. Leuchtende Nachtwolken über Neumünster – Marco Ludwig

Leuchtende Nachtwolken sind ein weitgehend unbekanntes Himmels-phänomen, obwohl gerade in Schleswig-Holstein ideale Beobachtungsbedingungen sind. Sie entstehen in Höhen um die 83 Kilometer über Skandinavien und werden auch um Mitternacht noch von der Mitternachtssonne beleuchtet. Daher kann man sie auch in tiefster Nacht noch am Nordhorizont über Neumünster erkennen. So geschehen auch im Sommer 2012, als mich Bernd Schatzmann gegen 00:00 Uhr anrief, um mir ein beeindruckendes Wolkenfeld zu melden. Zu jener Zeit konnte ich auch nachts den Turm der Vicelinkirche erklimmen, wo mir diese Panoramaaufnahme gelang.

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