„Deine Stunde für unseren Planeten“

Unter diesem Motto ruft der WWF in Deutschland dazu auf, am 23. März 2013 ab 20.30 Uhr das elektrische Licht für eine Stunde auszuschalten – und mit der Earth Hour ein Zeichen für den Schutz unseres Planeten setzen. Bereits zum siebten Mal werden tausende Städte rund um den Globus in dieser Zeit die Beleuchtung bekannter Gebäude und Sehenswürdigkeiten ausschalten. Und Millionen Menschen werden zu Hause für 60 Minuten das Licht ausschalten, denn für einen erfolgreichen Umwelt- und Klimaschutz können alle aktiv werden.
„Die Städte tragen beim Klimaschutz eine besondere Verantwortung. Neumünster ist sich dieser Verantwortung bewusst!“ Mit diesen Worten bekennt sich Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras klar zum Klimaschutz. „Der globale Klimawandel muss gebremst werden – und Neumünster muss und wird seinen Beitrag dazu leisten. Denn Neumünster soll ein lebenswerter Wohnort und Wirtschaftsstandort bleiben,“ so Dr. Tauras weiter. Daher wird derzeit der Antrag auf Förderung eines Klimaschutzkonzeptes vorbereitet. Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss hatte im Februar einen einstimmigen Beschluss hierzu gefasst.
Wichtiger Kooperationspartner im Klimaschutz sind die Stadtwerke Neumünster (SWN). „Klimaschutz ist unser Tagesgeschäft,“ hebt Nikolaus Schmidt, bei den SWN verantwortlich für die Energiepolitik und Pressearbeit, hervor. „Mit den Wärmenetzen, der Nutzung regenerativer Energien, den Erdgasbussen und weiteren Maßnahmen unterstreichen wir täglich aufs Neue, dass wir unseren Anspruch, der grüne Energiedienstleister in Schleswig-Holstein zu werden, ernst nehmen.“

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Schleswig-Holstein bei Nacht.  So wird es am 23.März für kurze Zeit nicht aussehen

In diesem Jahr wird die Earth Hour wieder von den Kirchen unterstützt. „Die Stadt Neumünster und die Stadtwerke sind wichtige Akteure im Klimaschutz. Aber auch jede und jeder Einzelne kann seinen Beitrag leisten, unsere Erde zu schützen. Der Klimawandel ist ein Eingriff in die Schöpfung, und es liegt an uns, diesen Eingriff zu minimieren,“ erläutert Silke Leng von der Ökumenischen Arbeitsstelle Ostholstein ihre Motivation. „An der Anscharkirche und der Vicelinkirche wird die Beleuchtung abgestellt, die Kirchen werden dann im Kerzenschein eine besondere Atmosphäre bieten. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Menschen unserem Beispiel folgen und bei sich zu Hause in dieser Stunde das elektrische Licht ausschalten.“

Die Anscharkirche bietet ab 20:00 Uhr eine Rallye im Dunkeln an, in der Vicelinkirche wird ab 20:00 Uhr bei Kerzenlicht gelesen und gesungen.

Ab 20:30 Uhr, dem Beginn der Earth Hour, wird dann gemeinsam auf den Kleinflecken ein Blick in die Unendlichkeit gewagt: die VHS-Sternwarte Neumünster gewährt mit einem Teleskop den Blick in den – hoffentlich deutlich abgedunkelten – Nachthimmel. „Die sogenannte Lichtverschmutzung nimmt immer mehr zu und ist für Astronomen zu einem Problem geworden. Wir hoffen, während der Earth Hour vielen Interessierten einen Eindruck von der Schönheit des Sternenhimmels vermitteln zu können“, freut sich Marco Ludwig von der vhs-Sternwarte auf viele Gäste auf dem Kleinflecken.

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Der Nordamerika-Nebel. Aufgenommen von Franz Haar in Neumünster.  Als es noch dunkel war

Im vergangenen Jahr fand Earth Hour 2012 in 150 Ländern und 6.525 Städten statt. In Deutschland verdoppelte sich die Zahl der teilnehmenden Städte von 66 in 2011 auf 132 – darunter die sechs größten Städte der Republik. Fast alle deutschen Großstädte beteiligten sich und hüllten ihre markanten Gebäude für eine Stunde ins Dunkel: unter anderem das Brandenburger Tor, den Kölner Dom, das Schloss Neuschwanstein und das Heidelberger Schloss. Weltweit versanken zur gleichen Zeit die berühmtesten Wahrzeichen der Welt im Dunkeln: vom Big Ben in London bis zum Burj Kalifa in Dubai, dem höchsten Gebäude der Welt, von der chinesischen Mauer bis zur Christusstatue in Rio de Janeiro.
Weitere Infos und die Möglichkeit, sich als TeilnehmerIn registrieren zu lassen, unter:
http://www.wwf.de/earth-hour-2013/das-ist-die-earth-hour/.