Astronomen haben dieser Zeit lange entgegengefiebert. Der seitens vieler Medien als möglicher „Jahrhundertkomet“ angepriesene Schweifstern C2012/S1 ISON kommt nun in die Nähe der Sonne und wird langsam aber stetig immer besser sichtbar.

Derzeit ist ISON mit bloßem Auge noch kaum erkennbar im Sternbild Jungfrau unterwegs. Kometenjäger müssen also früh aufstehen, um ISON noch vor Sonnenaufgang am Morgenhimmel (Südost-Horizont) zu beobachten. Bis zum 28. November wird er sich immer weiter der Sonne nähern und dabei hoffentlich auch so sehr an Helligkeit zulegen, dass Beobachtungen mit bloßem Auge möglich werden.

Aufsuchkarte zu Komet ISOn am Morgenhimmel – Queööe: www.interstellarum.de

Der eisige Schmutzball, wie Kometen auch genannt werden, wird dann am 28. November an der Sonne „vorbeikratzen“, da er unser Zentralgestirn in einem Abstand von weniger als 1 Million km passiert, d. h., er wird in einem Abstand von weniger als einem Sonnendurchmesser an der Sonne vorbeiziehen. Infolgedessen muss er ein wahres Inferno über sich ergehen lassen. Die Astronomen hoffen, dass er danach einen spektakulären Schweif entwickeln wird und auch gut mit bloßem Auge sichtbar sein könnte. Bisher bleibt ISON aber etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Helligkeit von Kometen ist jedoch generell nur schwer vorhersagbar.

Komet ISON im DINO (Deepsky Instrument of Neumünster Observatory)

Die Astronomen der vhs-Sternwarte Neumünster werden ISON intensiv beobachten. Sollte der Komet in der ersten Dezemberwoche mit bloßem Auge zu sehen sein, könnte auch kurzfristig ein öffentlicher Beobachtungsabend an der Sternwarte für Interessierte Bürger ermöglicht werden. Falls so ein Abend geplant wird, werden wir auf dieser Seite und in den lokalen Medien darauf hinweisen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.