Großer Besucheranstrum zum diesjährigen Astronomietag

Ab 20:30 Uhr MESZ gab der Himmel den Blick auf den Mond frei

Als es am Morgen des 5. April Bindfäden regnete, war schon klar, dass es der für diesen Tag angesetzte Astronomietag schwer haben wird. So musste unsere erste Aktion, die Sonnenbeobachtung in der Neumünsteraner Innenstadt, auch gleich wetterbedingt abgesagt werden.

Aber echte Nordlichter lassen sich vom Wetter ja nicht beirren. Als gegen 17 Uhr die Sternwarte auf dem Gelände der DRK-Fachklinik Hahnknüll ihre Kuppel öffnete, war es trocken, und so kamen auch die ersten Besucher. Die verbesserte Wetterlage ermöglichte sogar einen improvisierten Blick durch unsere mobilen Fernrohre auf Sonne und Mond. Zu diesem Zweck hatten wir Bilder der beiden Himmelskörper in einer Entfernung von rund 40 Metern aufgestellt.

Aber auch in der Sternwarte gab es für die zahlreichen Besucher viel zu sehen. Neben einem Astrobücherflohmarkt gab es auch ein Astro-Kino, das die Gäste ein wenig in die unendlichen Weiten entführen konnte. Ein besonderes Highlight war natürlich der Blick durch das Hauptinstrument der Sternwarte: Unseren 19“ DINO (Deepsky Instrument of Neumünster Observatory). Zu sehen gab es jedoch nur den benachbarten Fernsehturm, was aber der Begeisterung keinen Abbruch tat.

Rund 125 Gäste lauschten Dr. Wischnewskis Vortrag

Ein weiterer großartiger Höhepunkt war, wie schon in den vergangenen Jahren, der Fachvortrag von Dr. Erik Wischnewski. Rund 125 Besucher quetschten sich in den großen Vortragsraum, den uns das DRK für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte. Unter dem Motto „weit, weiter, immer weiter“ entführte Wischnewski die Gäste in die Tiefen des Universums und erklärte dabei die Techniken, mit denen Astronomen Entfernungen im Weltall bestimmen.

Pünktlich zum Ende des Vortrages riss dann auch noch der Himmel auf und gab den Blick auf den Mond und Jupiter frei. Schnell bauten die „Sternkieker“ verschiedene Kleingeräte auf dem Rasen vor der Sternwarte auf und ermöglichten beeindruckende Livebilder im Fernrohr. Zwar trübte Nebel die Sicht zwischenzeitlich ein wenig ein, aber die letzten der rund 250 Besucher gingen erst um 22:00 Uhr mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause.