Der Frühling ist da, und langsam zeigt sich die Sonne auch wieder etwas häufiger. Damit werden nun auch wieder lohnenswerte Sonnenbeobachtungen möglich. Im Winter steht die Sonne in Deutschland nicht besonders hoch am Himmel. Im Fernrohr zeigt sich dann auch nur selten ein scharfes Bild, da sich das Licht durch viele Luftschichten arbeiten muss. Somit verdirbt einem das Luftwackeln, auch Seeing genannt, die Beobachtung.

Nun steht die Sonne wieder höher am Himmel, und wenn sie nicht gerade von Wolken verdeckt wird, können Astronomen, die ihre Fernrohre mit Spezialfiltern ausrüsten, verschiedene beeindruckende Oberflächendetails auf unserem Nachbarstern entdecken.

Sonne im Herschelprisma am 06.07.2013 an der vhs-Sternwarte

Im September vergangenen Jahres bekam die Sternwarte von der Stiftung der Sparkasse Südholstein eine umfangreiche Ausrüstung zur professionellen und gefahrfreien Beobachtung der Sonne gesponsert. Dazu gehört auch das Sparkassen-Teleskop, mit dem wir auch dieser Tage wieder beeindruckende Bilder machen konnten.

Im Weißlicht sind dabei deutlich die Sonnenflecken, die auch in Fleckengruppen organisiert sind, zu erkennen. Besonders aktive Regionen zeichnen sich aber auch durch helle Linien am Sonnenrand ab.

In der Wellenlänge des Ionisierten Wasserstoffs, auch H-Alpha Licht genannt, können wir riesige Gasausbrüche erkennen. Diese Protuberanzen sind in der Regel sogar vielfach größer als unser Heimatplanet.

H-Alpha Sonne am 18.04.2013 im Sparkassen Teleskop – Montage aus 2 Aufnahmen

Unser Heimatstern steuert wohl weiter auf ein Aktivitätsmaximum hin, und daher erwarten wir im Laufe des Sommers noch viele weitere spektakuläre Beobachtungen.

Aktueller Blick auf die Sonne:

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