Als Institution der Volkshochschule Neumünster bietet die vhs-Sternwarte allen Interessierten verschiedene Kurse rund um das Themenfeld Astronomie an. Auf unserer Homepage oder bei der Volkshochschule können sie sich über das Kursangebot informieren.

Im Herbstsemester 2017/18 bieten wir folgende Kurse und Veranstaltungen an:

 

Für Einsteiger:

Astronomie für Einsteiger

Für Amateurastronomen:

Sternkieker – Astronomie-AG

Für Kinder und Jugendliche:

Jugendsternwarte

 

 

Anmeldung zu Kursen, Vorträgen und Veranstaltungen der vhs-Sternwarte bei der

Volkshochschule Neumünster

Gartenstr. 32

24534 Neumünster

Telefon: 04321 – 70769-0

Telefax: 04321 – 419 96 99

E-Mail: info@vhs-neumuenster.de

http://www.vhs-neumuenster.de

 

Im Sommer haben es Sternengucker in Schleswig-Holstein nicht leicht. Richtig dunkel ist es erst gegen 23:00 Uhr, und ab 02:00 Uhr zeigt sich schon wieder die Dämmerung. Und trotzdem gibt es in dieser Sommerzeit ein seltenes Himmelsschauspiel zu sehen, das auch Neumünsteraner Nachtschwärmer immer wieder nach draußen treibt: Nachtleuchtende Wolken!

Während normale Wolken nur bis in den Bereich von ca. 8 – 12 km steigen, befinden sich Nachtleuchtende Wolken in Höhen von rund 83 km. Tatsächlich beobachten wir in diesen Nächten Wolken, die sich in rund 500 – 1000 km Entfernung von uns über Skandinavien bilden. Dort werden sie auch in der Nacht noch von der Sonne beleuchtet.

Die Ursache für dieses Wolkenphänomen ist übrigens noch weitgehend ungeklärt. Erstmals beobachtet wurden sie 2 Jahre nach dem Ausbruch des Vulkans Krakatau (Indonesien) im Jahr 1885. Allerdings wurden die Nachtleuchtenden Wolken seither dauerhaft gesichtet, weshalb man inzwischen auch den Meteoritenbeschuss aus dem Weltall für ihre Bildung verantwortlich macht. Meteore verglühen meist in Höhen zwischen 80 und 100 km über der Erdoberfläche. Der dabei zurückgelassene Staub könnte als Kristallisationskern für die Wolkenbildung in so großer Höhe dienen.

Am besten lassen sich Nachtleuchtende Wolken in der späten Dämmerung nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang beobachten. Sichtungen werden noch bis in den August erwartet – sofern das Wetter in den unteren Atmosphärenschichten auch mitspielt und den Blick Richtung Norden freigibt.

Auf dem Astrofoto des Monats sind nicht nur die ungewöhnlich schleierhaft leuchtenden Wolken, sondern auch die bekannte Fehmarnsundbrücke zu erkennen. In der Nacht zum 11. Juli 2015 hatten sich die Neumünsteraner Astrofotografen Stefan Bruns und Marco Ludwig an der Ostsee auf die Lauer gelegt und konnten dabei dieses stimmungsvolle Bild einfangen.

 

Fotogalerie der Sternwarte Neumünster:

Leuchtende Nachtwolken – Nachtleuchtende Wolken – Noctilucent Clouds:

Wer diesen Planeten einmal im Fernrohr gesehen hat, wird diesen Anblick sicherlich nicht so schnell vergessen. Und in diesem Monat gibt es dazu reichlich Gelegenheit: Der Ringplanet Saturn ist die ganze Nacht hindurch zu sehen.

Schon seit mehreren hundert Jahren begeistert kaum ein Planet den Beobachter so sehr wie der Saturn. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Saturn verfügt über ein eindrucksvolles Ringsystem, welches dem Planeten sein charakteristisches Aussehen verleiht. Während der Planet am Äquator rund 120 000km Durchmesser aufweist (Erde=12 800km); erreicht sein Ringsystem einen Durchmesser von 134 000km bis fast eine Million km.

Von der Erde aus betrachtet gewinnt der Beobachter schnell den Eindruck, es handle sich nur um einen großen Ring, welcher den Planeten umgibt. Raumsonden haben jedoch inzwischen gezeigt, dass es tatsächlich mehr als 100 000 einzelne Ringe mit unterschiedlichen Zusammensetzungen sind. Die Ringe, die nur rund 10 bis 100 Meter dick sind, bestehen hauptsächlich aus Eis und Gesteinsbrocken, welche den Saturn umkreisen.

In diesem Monat ist der „Herr der Ringe“ unter den Planeten besonders gut zu sehen. Er befindet sich in Opposition zur Sonne und geht somit auf, wenn die Sonne untergeht und ist auch die ganze Nacht hindurch zu sehen. Ideal sind die Bedingungen allerdings erst gegen 01 Uhr (MESZ). Nur rund 15° über dem Südhorizont findet man den Saturn dann im Sternbild Schlangenträger. In der Nacht vom 9. Auf den 10. Juni zieht zudem der Vollmond knapp oberhalb des Planeten vorbei.

Unser Astrofoto des Monats stammt vom Neumünsteraner Astrofotografen Markus Bruhn. Dieses Bild wurde mit einem leistungsstarken Spiegelteleskop aufgenommen und zeigt sogar eine Lücke im Ringsystem. Diese Lücke wird als Cassini-Teilung bezeichnet und ist nur bei guten Bedingungen und hohen Vergrößerungen zu erkennen. Ein Fernglas reicht zur Beobachtung des Ringplaneten leider nicht aus. Ein Fernrohr mit mind. 30facher Vergrößerung ermöglicht aber schon spannende Eindrücke dieser fernen Welt.

 

Text: Marco Ludwig, Leiter der vhs-Sternwarte Neumünster

Foto: Markus Bruhn

 

 Als Jahrhundertkomet ist dieser Schweifstern vor 20 Jahren in die Geschichte eingegangen, und tatsächlich erinnern sich auch heute noch viele Menschen an den Kometen, der so viele Rekorde brach.

Entdeckt wurde der Komet mit der amtlichen Registriernummer C/1995 O1 am 23. Juli 1995 von den beiden amerikanischen Astronomen Alan Hale und Thomas Bopp. Sie hatten unabhängig voneinander ein kleines nebeliges Objekt in ihren Fernrohren entdeckt und diese Entdeckung sofort an das zuständige Institut gemeldet. Somit wurde den beiden Entdeckern die seltene Ehre zuteil, diesem Kometen ihre Namen zu verleihen.

Der Komet Hale-Bopp aufgenommen von Bernd Schatzmann

Der Komet Hale-Bopp aufgenommen von Bernd Schatzmann

 
Die Entdeckung eines Kometen ist für viele Astronomen gleichbedeutend mit einem Lottogewinn, da die Chancen hierfür einfach extrem gering sind. Dass die beiden Sterngucker hier jedoch einen Schweifstern entdeckt hatten, von dem man auch in Jahrzehnten noch sprechen würde, war ihnen sicher nicht klar.

Hale-Bopp ist bis heute ein Rekordhalter, so ist z.B. sein Kometenkern mit ca. 60 km Durchmesser ungewöhnlich groß. Während seiner Reise durch das Sonnensystem wurde er nicht nur heller als der bekannte Halleysche Komet, er konnte sogar rund 18,5 Monate mit bloßem Auge beobachtet werden. Neben diesem Langzeitbeobachtungsrekord schätzt man auch, dass kein Komet jemals von mehr Menschen auf der Erde gesehen wurde. Selbst in lichtverschmutzen Großstädten war dieser Schweifstern noch gut zu erkennen.

Für die Astronomen der vhs-Sternwarte Neumünster war der Schweifstern ein echter Glücksfall. Im November 1996 feierte man dort das 25-jährige Sternwartenjubiläum. Dabei konnte man den zahlreichen Besuchern Hale-Bopp in den großen Fernrohren der Sternwarte zeigen und auch das ein oder andere beeindruckende Foto machen.

Einer dieser kometenbegeisterten Astrofotografen war damals auch der Neumünsteraner Sternenfreund Bernd Schatzmann. Er fotografierte dieses Bild des Jahrhundertkometen in der Nacht vom 6. auf den 7. April 1997. Damals verwendete er eine Spiegelreflexkamera mit Normalobjektiv sowie einen hochempfindlichen Negativfilm und belichtete drei Minuten lang.

Die Bilder von Hale-Bopp werden uns noch lange Freude machen. Gespannt hoffen die Neumünsteraner Sternenfreunde aber auch auf einen neuen Jahrhundertkometen – vielleicht zum 50. Jubiläum im Jahr 2021.

Unser Heimatstern, den wir Sonne nennen, wird neben der Erde auch von sieben anderen Planeten umkreist. Während unsere Erde mit gut 12 700 km Durchmesser eher zu den kleinen Planeten im Sonnensystem gehört, ist der Planet auf unserem Astrofoto des Monats ein wahrer Riese mit einem Durchmesser von ca. 143 000 km.

Benannt ist der größte Planet nach dem höchsten Gott der römischen Religion. Aber auch am Sternenhimmel spielt er eine große Rolle. Am 7. April befindet sich der Jupiter in Opposition zur Sonne, d.h. er steht von der Erde aus betrachtet genau gegenüber der Sonne und geht mit Sonnenuntergang auf. Damit ist er die ganze Nacht hindurch auch mit dem bloßen Auge im Sternbild Jungfrau hervorragend zu sehen.

Seine ganze Pracht enthüllt der riesige Gasplanet jedoch erst bei der Beobachtung mit optischen Hilfsmitteln wie Fernglas oder Fernrohr. Schon bei einer 10fachen Vergrößerung kann man neben dem Gasriesen bis zu vier kleine Punkte erkennen. Dabei handelt es sich um die größten Monde des Jupiters. Sie heißen Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Da sie von Galileo Galilei im 17. Jahrhundert erstmals beobachtet wurden, werden die Vier auch heute noch die Galileischen Monde genannt.

Noch eindrucksvoller zeigt sich der große Bruder unserer Erde natürlich im leistungsstarken Fernrohr. Auf der Oberfläche des Planeten lassen sich schnell Querstreifen erkennen, bei denen es sich um Wolkenbänder unterschiedlicher Färbung handelt. Besonders faszinierend ist der sog. Große rote Fleck, ein riesiger Wirbelsturm, in welchen unsere Erde drei Mal Platz finden würde.

Unser Astrofoto des Monats wurde vom Hamburger Astrofotografen Hartwig Lüthen aufgenommen. Der Große rote Fleck ist in der Mitte gut zu erkennen. Zudem werfen gerade zwei große Monde Schatten auf die Oberfläche des Planeten.

Wer den Riesenplaneten einmal selber beobachten möchte, hat dazu beim Aschberg-Frühjahrs-Teleskoptreffen auf dem Aschberg bei Ascheffel Gelegenheit. Dort treffen sich die Norddeutschen Sternenfreunde in der Zeit vom 27. bis 30. April und gewähren auch Besuchern gerne einen Blick durch ihre Fernrohre.

 

Unsere neuesten Bilder

  • 7. Juli 2017Astronomie-AG
    19:00, AG
  • 17. Juli 2017 – Besuchergruppe Sportclub
    18:30, Besuchergruppe
  • 21. Juli 2017 – Öffentlicher Beobachtungsabend
    19:00, öffentlicher Beobachtungsabend

Röntgenstrahlung der Sonne: Status der Röntgenstrahlung

Status des Erdmagnetfeldes: Status des Erdmagnetfeldes
Ein Service von N3KL.ORG





Aktuelles Bild der Sonne im Weißlicht
"Courtesy of SOHO (ESA & NASA)"

Aktuelles Bild der Sonne in H-Alpha
"Courtesy of NASA/SDO and the AIA, EVE, and HMI science teams."

Aktuelles Wetterbild (DWD)

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